RB Leipzig

RB Leipzig: Stefan Hierländer beißt sich durch

Leipzig - Interviewanfragen lehnt Stefan Hierländer derzeit ab. Es gebe schließlich aktuell nichts zu sagen, begründete er im Trainingslager in Belek. Bevor nicht endgültig geklärt ist, wo er in der Rückrunde unter Vertrag steht, schweigt „Hierle” lieber. Der 24-Jährige war bei RBL der erste Kandidat für einen Wechsel im Winter gewesen. Bereits im Sommer hatte Trainer Ralf Rangnick dem Allrounder intern den Abschied empfohlen; im Herbst dann hatte Rangnick den Österreicher auch öffentlich für einen Transfer ...

Von Ullrich Kroemer

Interviewanfragen lehnt Stefan Hierländer derzeit ab. Es gebe schließlich aktuell nichts zu sagen, begründete er im Trainingslager in Belek. Bevor nicht endgültig geklärt ist, wo er in der Rückrunde unter Vertrag steht, schweigt „Hierle” lieber. Der 24-Jährige war bei RBL der erste Kandidat für einen Wechsel im Winter gewesen. Bereits im Sommer hatte Trainer Ralf Rangnick dem Allrounder intern den Abschied empfohlen; im Herbst dann hatte Rangnick den Österreicher auch öffentlich für einen Transfer freigegeben

Aktuell jedoch sieht überraschenderweise alles danach aus, als bliebe der 24-Jährige auch noch in der Rückrunde bei Rasenballsport. Das bestätigte Hierländers Berater Max Hagmayr der MZ. Es gibt derzeit keinen adäquaten Interessenten für den Kärntner. Sturm Graz hatte zwar Interesse angemeldet, hat aber offenbar nicht die finanziellen Mittel, um Hierländers Gehalt zu stemmen. Ob es andere konkrete Angebote gab, ist fraglich. 

Es ist wohl eines von Hierländers Problemen, dass er zwar universell, aber wenig spezifisch einsetzbar ist. In der ersten Mannschaft hatte Hierländer in dieser Saison nur zwei Pflichtspiele absolviert: im ersten Ligaspiel gegen den FSV Frankfurt spielte er ebenso Rechtsverteidiger wie im Pokal-Skandalspiel gegen Osnabrück. Doch diese Planstelle besetzen bereits Lukas Klostermann und Georg Teigl. Auf seiner angestammten Position im offensiven Mittelfeld ist die Konkurrenz an Spezialisten bei RBL noch größer. Seither kam der Rechtsfuß vor allem bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga zum Einsatz. 

In der Vorbereitung machte Hierländer dennoch einen positiven Eindruck, trainierte motiviert und bot wie bereits im Sommer ansprechende Leistungen in den Testspielen. Es scheint so, als habe er sich mit der aktuellen Situation arrangiert. Und auch Rangnick betont stets, dass Hierländer seit einem unglücklichen Interview im Herbst absolut professionell mit der Situation umgehe. Hierländers Chancen auf Einsatzzeiten bleiben zwar verschwindend gering. Doch immerhin hat er so die Möglichkeit, ein halbes Jahr auf hohem Niveau zu trainieren und den angepeilten Sprung in die 1. Liga mitzunehmen. Als Bundesliga-Aufsteiger findet sich im Sommer womöglich auch einfacher ein neuer Arbeitgeber. (mz)