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RB Leipzig: Sabitzers Premierentor in Frankfurt erlöst die „Roten Bullen“

Leipzig - Er lauerte clever auf seine Chance und wurde dafür belohnt: RB Leipzigs Neuzugang Marcel Sabitzer hat das erste Tor der Saison 2015/16 für die „Roten Bullen” geschossen. Beim zähen 1:0 (0:0)-Auftaktspiel beim FSV Frankfurt war sein Torriecher dafür verantwortlich, dass das Team von Trainer Ralf Rangnick nicht mit einer Enttäuschung in die Spielzeit gehen muss. „Das Tor war wichtig, wir haben drei Punkte - alles andere ist mir jetzt egal”, sagte Sabitzer ...

Von Ullrich Kroemer 25.07.2015, 17:27

Er lauerte clever auf seine Chance und wurde dafür belohnt: RB Leipzigs Neuzugang Marcel Sabitzer hat das erste Tor der Saison 2015/16 für die „Roten Bullen” geschossen. Beim zähen 1:0 (0:0)-Auftaktspiel beim FSV Frankfurt war sein Torriecher dafür verantwortlich, dass das Team von Trainer Ralf Rangnick nicht mit einer Enttäuschung in die Spielzeit gehen muss. „Das Tor war wichtig, wir haben drei Punkte - alles andere ist mir jetzt egal”, sagte Sabitzer erleichtert.

Sabitzer nutzt Fehler aus

Eiskalt hatte der 21-jährige Grazer den groben Fehler von Frankfurts Verteidiger Alexander Bitroff ausgenutzt, der die Torvorlage von Anthony Jung nicht wegschlagen konnte. Stattdessen sprang der Ball über Bitroff zu Sabitzer, der das Spielgerät in vollem Tempo elegant mit der Brust annahm und dann mit dem rechten Fuß einnetzte (55.). FSV-Keeper André Weis ließ Leipzigs Premierentorschütze keine Chance. 

„Den einen Fehler konnten wir erzwingen und Marcel Sabitzer hat diesen dann eiskalt ausgenutzt.” sagte Ralf Rangnick zum Premierentor des Schützen.

Sabitzer war von RB Leipzig bereits vor der vergangenen Saison für zwei Millionen Euro von Rapid Wien verpflichtet worden, dann jedoch direkt an Red Bull Salzburg weiterverliehen worden. Da der starke Techniker 27 Pflichtspieltore in Österreich erzielte, wollte Rangnick seinen Toptorschützen unbedingt zu RB Leipzig lotsen. Sabitzer hingegen hatte zunächst andere Pläne, erklärte nach dem letzten Saisonspiel: „In meinem Kopf ist da Leipzig nicht drinnen.” Statt in die 2. Liga zog es den beidfüßigen Offensivmann eher zu einem Klub, der sich für die europäischen Wettbewerbe qualifiziert hatte. 

Doch Ralf Rangnick überzeugte den Torjäger ebenso wie die übrigen Neuzugänge zum ungewöhnlichen Schritt in die 2. Liga. Vertragsverhandlungen sind eine der großen Stärken des 57-Jährigen. Sabitzer erklärte daraufhin seinen Sinneswandel beim TV-Sender Sky so: „Ich habe diese Aussage getätigt, weil Leipzig damals keinen Trainer hatte und für mich dort irgendwie keine Weiterentwicklung zu sehen war”, sagte der 1,77-Meter-Mann. „Dadurch, dass Ralf Rangnick übernommen hat, sehe ich nun wieder eine Weiterentwicklung und denke, dass das der nächste gute Schritt für mich ist.”

Inzwischen fühlt sich der österreichische Nationalspieler wohl in seinem neuen Team. „Die Harmonie in der Mannschaft passt. Wir verstehen uns alle gut miteinander”, sagte er nach seinem ersten Punktspiel für RBL. „Wir brauchen noch ein bisschen Zeit bis alles hinhaut, aber ich bin zuversichtlich, dass das bald sein wird.” Zwar blieb auch Sabitzer zum Auftakt gegen den FSV wie das gesamte RBL-Team noch vieles schuldig. Doch auf seinen Torriecher kann sich Sabitzer auch bei RB Leipzig verlassen.

Statistik

FSV Frankfurt: Weis – Huber, Ballas (Gugganig, 10.), Oumari, Bitroff – Engels (Kapllani, 74.), Perdedaj, Konrad, Golley – Halimi (Yann, 63.) – Dedic.
RB Leipzig: Coltorti – Hierländer (Klostermann, 77.), Orban, Nukan, Jung – Kaiser, Ilsanker – Forsberg (Quaschner, 90.), Sabitzer – Selke, Poulsen (Bruno, 65.) .

Tor: 1:0 Sabitzer (55., Flanke Jung). Ballbesitz: 48:52 Prozent, Zweikämpfe: 45:55 Prozent, Torschüsse: 7:11, Ecken: 2:3.
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen). Gelbe Karten: Halimi, Dedic – Ilsanker, Kaiser.

Zuschauer: 7.021 (mz)