RB Leipzig erwartet Paderborn

RB Leipzig erwartet Paderborn: Spielmacher Bruno: „Wir müssen jetzt jedes Heimspiel gewinnen”

LEIPZIG - Es war nur der Ausgleich in einem Testspiel, doch für Massimo Bruno bedeutete der Treffer zum 1:1 gegen Dukla Prag eine ganze Menge. Denn RB Leipzigs Spielmacher hatte am vergangenen Freitag seinen ersten Treffer für seinen neuen Klub erzielt. „Natürlich wäre es besser gewesen, das Spiel zu gewinnen. Aber ich bin glücklich über mein erstes Tor”, sagte Bruno ...

Von Ullrich Kroemer 08.09.2015, 10:43

Es war nur der Ausgleich in einem Testspiel, doch für Massimo Bruno bedeutete der Treffer zum 1:1 gegen Dukla Prag eine ganze Menge. Denn RB Leipzigs Spielmacher hatte am vergangenen Freitag seinen ersten Treffer für seinen neuen Klub erzielt. „Natürlich wäre es besser gewesen, das Spiel zu gewinnen. Aber ich bin glücklich über mein erstes Tor”, sagte Bruno erleichtert.

In der ersten Hälfte hatte sich der Filigrantechniker immer wieder lautstarke Hinweise seines Trainers Ralf Rangnick anhören müssen. „Massi”, so nennt Rangnick seine Nummer 14, hatte genau wie seine Mitspieler nicht den nötigen Rhythmus beim Gegenpressing gefunden. „Wir haben nicht zusammen gepresst, sondern jeder für sich allein. So konnte Prag leicht Fußball spielen”, erklärte Bruno.

In den zweiten 45 Minuten dann führte er RB Leipzig – selbst deutlich verbessert – zu einer Leistungssteigerung des gesamten Teams. Zunächst knallte ein Distanzschuss von ihm an die Latte, kurz darauf erzielte er nach schöner Vorarbeit von Rechtsverteidiger Ken Gipson sein Premierentor. „Es wäre besser gewesen, das Spiel gleich so zu beginnen, wie wir in der zweiten Hälfte gespielt haben”, weiß auch Bruno. „Aber es ist gut für die Psyche, dass wir diese Reaktion gezeigt haben.”

Wie das gesamte Team hat auch der hochveranlagte Italo-Belgier in dieser Saison noch nicht die Leistungen abgerufen, die er sich selbst vorstellt und die Rangnick von ihm erwartet. In den vergangenen vier Spielen in Liga und Pokal stand er jeweils in der Startformation. Effektiv herausgekommen ist bislang lediglich ein Assist beim Auswärtssieg bei Eintracht Braunschweig. „Ich möchte entscheidender für das Team sein, mehr Tore schießen und vorbereiten”, sagt Bruno.

Der einstige belgische Nachwuchsnationalspieler muss noch nachweisen, dass er die acht Millionen Euro wert ist, für die ihn Rangnick 2014 gekauft hat. Weil der Sportdirektor und Trainer weiß, welches Talent in seinem „Zehner” schlummert, steht Massimo Bruno besonders im Fokus. Spieler wie er, Marcel Sabitzer und Emil Forsberg sollen in dieser Spielzeit den Unterschied machen. Über Bruno hatte Rangnick am Freitag gesagt: „Wenn er mal Lust kriegt zu kicken, kann er sich auch auf engem Raum durchsetzen. Aber er muss auch die nötige Aggressivität an den Tag legen. Da bin ich nach wie vor nicht zu 100 Prozent zufrieden.”
Anders als viele Kollegen artikuliert der intelligente Spielmacher, der in der kommenden Woche 22 Jahre alt wird, seine Ambitionen selbst überraschend klar. Vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn (Freitag, 18.30 Uhr) sagt Bruno: „Wir spielen zu Hause, wir müssen gewinnen.” Und überhaupt: „Unser Ziel ist es, in die 1. Liga aufzusteigen. Dafür müssen wir jetzt jedes Heimspiel gewinnen.” Auch wenn dieser Tage viele Stammspieler für ihre Nationalteams im Einsatz waren, setzt der Rechtsfuß dabei auf die Entwicklung des Teams.

„Wir können besser spielen als in den ersten Wochen”, sagt Bruno. „Ich hoffe, dass wir nach der Länderspielpause als stärkeres Team auftreten. Es wird mit jedem Spiel besser.” Die zweite Hälfte im Test gegen Prag jedenfalls macht Hoffnung, dass Massimo Bruno seinem ersten Testspieltor auch bald den ersten Pflichtspieltreffer folgen lässt.