„Nein zu RB”

„Nein zu RB”: Fanbündnis ruft zu Protesten gegen RB Leipzig auf

Leipzig - Die Fanorganisation „Nein zu RB” hat Fans und Ultras dazu aufgerufen, „den legitimen Protest gegen Rasenballsport Leipzig und Red Bull im Fußball” weiterhin zu unterstützen. 

Von Ullrich Kroemer

Die Fanorganisation „Nein zu RB” hat Fans und Ultras dazu aufgerufen, „den legitimen Protest gegen Rasenballsport Leipzig und Red Bull im Fußball” weiterhin zu unterstützen. 

Neue Geldstrafe-Regelung oder nicht?

Der Hintergrund: Nachdem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ein Anti-RB-Banner der Chemnitzer Ultragruppierung UC 1999 mit 500 Euro sanktioniert hatte, hatten Anhänger vermutet, dass es eine neue Geldstrafenregelung hinsichtlich des Protests gegen Rasenballsport Leipzig gebe. Der DFB widersprach einer Lex Leipzig jedoch ausdrücklich. Auf Anfrage des Onlineportals fanzeit.de hatte der Verband erklärt: „Die Behauptung, dass die Clubs eine neue Geldstrafen-Regelung hätten unterzeichnen müssen, die künftig Strafzahlungen vorsieht, wenn Fahnen und Transparente gegen RB Leipzig gezeigt werden, entbehrt jeglicher Grundlage.” Das Sportgericht beurteile jeden Fall einzeln, „ob ein Verhalten der Anhänger eines Vereins ein diskriminierendes, extremistisches oder provokativ beleidigendes Verhalten” darstelle, heißt es. Bei einer Versammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) im Frühjahr war der Umgang mit dem Protest gegen RB Leipzig eigens thematisiert und die Vereinsvertreter für das Problem sensibilisiert worden. 

Kritische Haltung gegen Kommerzialisierung des Fußballs

In der aktuellen Mitteilung des Anti-RB-Bündnisses heißt es nun: „Dies beinhaltete wohl auch das Einwirken der Vereine auf die eigenen Fanszenen, Spruchbänder und weitere Äußerungen gegen Red Bull bzw. RB Leipzig zu unterlassen. Dem DFB dürfte jedoch bewusst sein, dass es durchaus auch Vereine gibt, die eine kritische Haltung gegenüber RB Leipzig und die Kommerzialisierung des Fußballs einnehmen.” 

Sprachrohr des Protests

In der aktuellen Saison, kündigte Kampagnensprecher Andreas Hensel an, wolle sich die Protestvereinigung „von einer aktionistischen Kampagne in ein Bündnis wandeln”. Dieses wolle „in Zukunft vermehrt Arbeit hinter den Kulissen betreiben und unsere Möglichkeiten als Sprachrohr des Protests gegen RB Leipzig sowie als Ansprechpartner für Fans und Vermittler zwischen Fans und Vereinen bzw. Verbänden nutzen.” Im Gespräch mit der MZ hatte Hensel betont: Wichtig ist, dass der Protest konstruktiv und inhaltlich angemessen durchgeführt wird.” (mz)