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FSV Frankfurt vs. RB Leipzig

FSV Frankfurt vs. RB Leipzig: Zäher Auftaktsieg für Rangnick-Elf

Leipzig - Glanzloser Auftaktsieg für Rasenballsport Leipzig in der 2. Liga. Beim FSV Frankfurt gewann der Ligakrösus aus Leipzig  mit 1:0 (0:0). Von der vorhandenen Qualität in der Offensive war wenig zu sehen. RBL-Neuzugang Marcel Sabitzer nutzte einen Abwehrpatzer des FSV Frankfurt und erzielte das Tor des Tages. Durch gute Gelegenheiten in der Schlussphase hätten die Frankfurter sogar ein Remis verdient ...

Von Ullrich Kroemer 25.07.2015, 09:34

Glanzloser Auftaktsieg für Rasenballsport Leipzig in der 2. Liga. Beim FSV Frankfurt gewann der Ligakrösus aus Leipzig  mit 1:0 (0:0). Von der vorhandenen Qualität in der Offensive war wenig zu sehen. RBL-Neuzugang Marcel Sabitzer nutzte einen Abwehrpatzer des FSV Frankfurt und erzielte das Tor des Tages. Durch gute Gelegenheiten in der Schlussphase hätten die Frankfurter sogar ein Remis verdient gehabt. 

Personalien

Ralf Rangnick schickte im ersten Saisonspiel bis auf eine Veränderung die erste Elf der Generalprobe gegen Tel Aviv auf den Rasen. Neu in die Startformation gerutscht war Stefan Hierländer. Überraschend durfte der 24-jährige Österreicher für seinen Landsmann Georg Teigl auf der Rechtsverteidigerposition ran.

Taktik

Rasenballsport Leipzig begann wie zuletzt einstudiert im neuen 4-2-2-2-System, das die Offensivkraft der Red-Bull-Kicker jedoch erst in der zweiten Hälfte stärker betonte. Frankfurt stand lange gut massiert im 4-4-1-1 und versuchte immer wieder durch Konter gefährlich zu werden.

Die Fans

Unter den 7.000 Zuschauern waren etwa 800 bis 1.000 Leipziger Anhänger beim Saisonstart dabei. Aus dem Frankfurter Fanblock waren anfangs immer wieder die bekannten „Red-Bull-Schweine“-Sprechchöre im Stadion zu hören. 

Spielverlauf & Analyse

Ralf Rangnick schaute nicht begeistert drein, als er zur Halbzeit im Regen von Frankfurt in die Kabine eilte. In den ersten 45 Minuten war auf dem Feld wenig von der Aufbruchstimmung zu spüren, die der neue Coach seit seinem Amtsantritt in Leipzig verbreitet hatte. Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kombinationsfreude ließen ebenso zu wünschen übrig wie die angestrebte Zielstrebigkeit beim Torabschluss. Zwar hatten die Leipziger mehr Ballbesitz und bestimmten nach einer halben Stunde auch das Spiel, doch ein klarer Plan in der Offensive war lange nicht zu sehen. Die größte Chance der ersten 45 Minuten hatten die zwei, drei Mal gefährlich konternden Frankfurter, als Dedic nach schöner Hereingabe an Coltorti scheiterte (18.)

Die Sachsen brauchten bis zur 23. Minute, ehe Davie Selke den ersten Torschuss für die Rangnick-Elf abgab. Selke war es auch, der nach Flanke von Emil Forsberg durch einen Kopfball die beste Gelegenheit für RBL hatte. Doch der Ball strich rechts am Kasten vorbei. Die schönste Kombination der ersten Hälfte zeigten Marcel Sabitzer und Selke, als der Ex-Bremer schön auf Sabitzer ablegte, der jedoch beim Torabschluss ebenso scheiterte wie der nachsetzende Yussuf Poulsen (34.).

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In der zweiten Hälfte baute RBL seine etwas Dominanz aus und ließ die Frankfurter zu weniger Aktionen kommen. Die Offensivbemühungen gerieten jedoch weiterhin zäh – bis zur 55. Minute. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau flankte Anthony Jung auf Sabitzer, der durch einen groben Abwehrschnitzer seines Gegenspielers Alexander Bitroff frei vor dem Tor stand und FSV-Keeper André Weis zum Führungstreffer überwand. Danach verpassten es die „Roten Bullen“ allerdings, bei denen der Belgier Massimo Bruno für Poulsen in die Partie gekommen war, mehr Struktur in das Spiel zu bringen. Stattdessen wurde FSV Frankfurt wieder etwas stärker und zwang RB-Keeper Coltorti nach einer Ecke zu einer Parade (72.).

In der 82. Minute köpfte Gugganig nach einem Eckstoß an den Außenpfosten. Da die Gastgeber nicht aufsteckten, hätte das Team von Trainer Tomas Oral jetzt sogar den Ausgleich verdient gehabt. Die größte Gelegenheit hatte Oumari, als er den Ball nach einem Freistoß wenige Meter vor dem Tor über den Kasten hob. Trotz des stark veränderten Kaders erinnerte das RB-Spiel an die Vorsaison, als die Red-Bull-Kicker oft zu wenig Lösungsansätze gegen defensiv stehende Teams gefunden hatte.

Ausblick

Das nächste Spiel bestreiten die „Roten Bullen“ bereits am Mittwoch. Gegner in der „Red Bull-Arena“ ist der FC Ingolstadt. Anstoß ist um 18 Uhr. In der zweiten Bundesliga empfängt RB Leipzig am 3. August um 20.15 Uhr die SpVgg Greuther Fürth.

Reaktionen

Statistik

FSV Frankfurt: Weis – Huber, Ballas (Gugganig, 10.), Oumari, Bitroff – Engels (Kapllani, 74.), Perdedaj, Konrad, Golley – Halimi (Yann, 63.) – Dedic.
RB Leipzig: Coltorti – Hierländer (Klostermann, 77.), Orban, Nukan, Jung – Kaiser, Ilsanker – Forsberg (Quaschner, 90.), Sabitzer – Selke, Poulsen (Bruno, 65.) .

Tor: 1:0 Sabitzer (55., Flanke Jung). Ballbesitz: 48:52 Prozent, Zweikämpfe: 45:55 Prozent, Torschüsse: 7:11, Ecken: 2:3.
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen). Gelbe Karten: Halimi, Dedic – Ilsanker, Kaiser.

Zuschauer: 7.021 (mz)