Handball-2.Liga

Zwischen den Extremen - DRHV erwartet Emsdetten zu einer ungewohnten Zeit

Von Tobias Grosse 19.11.2021, 12:20
Uwe Jungandreas hat mit seinem DRHV wenig Zeit bis zum nächsten Heimspiel.
Uwe Jungandreas hat mit seinem DRHV wenig Zeit bis zum nächsten Heimspiel. Forto: imago/Jan Huebner

Dessau/MZ - Als der letzte Wurf am Mittwochabend gegen 21 Uhr am Pfosten vorbeirauschte, blieben ungefähr 70 Stunden. Keine vollen drei Tage also, bis der Dessau-Roßlauer HV nach der torreichen 36:36-Punkteteilung gegen die SG BBM Bietigheim in der 2. Handball-Bundesliga erneut ran muss.

Entsprechend wurde das Spiel gegen die Schwaben bereits wenige Minuten nach dem Abpfiff zu den Akten gelegt. „Wir haben keine Zeit, fünf Tage darüber nachzudenken“, sagt Uwe Jungandreas. Am Samstagabend bestreitet der DRHV-Cheftrainer mit seiner Mannschaft gegen den TV Emsdetten gleich das zweite Heimspiel in dieser Woche.

Es bleiben nur zwei Tage Vorbereitung für den DRHV

Dessau-Roßlaus Zweitliga-Handballer befinden sich in diesen Tagen zwischen zwei Extremen. Vor dem Heimspiel gegen Bietigheim am Mittwochabend, hatten sie - dafür, dass es mitten in der Saison war - ungewöhnlich lange drei Wochen kein Pflichtspiel, weil die Partie gegen den TV Großwallstadt wegen Coronafällen bei den Gästen ausfallen musste, und da das Spiel beim HC Empor Rostock (eigentlich 10. Spieltag) erst im Dezember stattfinden wird. Nach Bietigheim bleiben Trainer Jungandreas und seinem Team nun jedoch nur zwei Tage, um sich auf Emsdetten am Samstagabend vorzubereiten.

Groß ausgewertet werden wird das torreiche Unentschieden vom Mittwochabend daher nicht mehr, auch wenn die Leistung in der gesamten Defensive einen Grund für Gespräche geliefert hätte. Dafür ist aber schlicht zu wenig Zeit. Für den DRHV geht es nun zum einen nun vor allem darum, das schnelle und intensive Spiel aus den Beinen zu bekommen.

Wobei Uwe Jungandreas betont: „Konditionell und kraftmäßig sind wir derzeit auf einem sehr guten Stand, da mache ich mir keine Gedanken.“ Denn in den drei Wochen ohne ein Pflichtspiel, hat der Trainer noch einmal explizit in diesem Bereich arbeiten lassen. Zum anderen kommt es in der kurzen Zeit bis zur Emsdetten-Partie (Samstag, 19.30 Uhr, Anhalt-Arena) nun auch darauf an, sich gut auf den neuen Gegner einzustellen. Denn: „Das wird eine völlig andere Aufgabe von der Spielweise her“, sagt Jungandreas.

Emsdetten, das am Mittwochabend kurzfristig spielfrei hatte, weil beim HSC Coburg zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, habe „eine sehr abgezockte Mannschaft“, die im abgelaufenen Sommer mit guten und international erfahrenen Profis verstärkt wurde, so Jungandreas. „Das wird ein anderes Spiel als gegen Bietigheim.“ Das ausgewiesene Ziel des DRHV ist natürlich dennoch ein Heimsieg.

Noch zehn Spiele warten im Jahr 2021 auf den DRHV - wenn nichts dazwischen kommt

Der wäre wichtig, auch mit Blick au das weitere und knallharte Programm in diesem Kalenderjahr. Inklusive Emsdetten hat Dessau-Roßlau nämlich bis zum 27. Dezember noch zehn Zweitliga-Partien zu absolvieren. „Das wird uns alles abverlangen“, sagt Trainer Jungandreas über die Tatsache, dass der DRHV, nachdem er nächste Woche noch einmal einen normalen Rhythmus hat, danach alle drei, vier Tage ein Spiel hat. „Wir können uns auch ein bisschen darauf freuen.“ Zeit für große Analysen, das weiß Dessau-Roßlaus Coach, ist dann jedoch erst recht nicht mehr: „Dann gucken wir von Tag zu Tag.“