Basket-Fußball

Basket-Fußball: Wölfe und Rote Bullen trainieren gemeinsam

Leipzig/Weissenfels/MZ - „Oh, ich habe da schon ein, zwei gute Innenverteidiger gesehen“, scherzte Alexander Zorniger am Donnerstagnachmittag. Der Fußballtrainer von RB Leipzig guckte zum Beispiel bei Djordje Pantelic vom Mitteldeutschen Basketball Club (MBC) genau hin. So einen Riesen in der Abwehr des Drittliga-Zweiten, da wackeln doch jedem Gegner von Heidenheim bis Rostock gleich die Knie. Der Weißenfelser Center stellte sich schon beim Aufwärmen mit seinen Dribbelschritten zwischen kleinen Hindernissen ganz geschickt an, trotz der Schuhgröße Marke Flusskahn. Und verdient stand Pantelic auch im Finale des kleinen Viererturniers, für das RB und MBC die Mannschaften gemischt hatten. Aber, da hatte er dann Pech. Sein Team mit den rosa Leibchen verlor gegen die Blauen mit Angelo Caloiaro, Hrvoje Kovacevic und Michael Cuffee. „Aber wir haben das Elfmeterschießen gewonnen“, flachste Pantelic, der seinen Elfer souverän ...

Von Birger zentner 14.11.2013, 18:54

„Oh, ich habe da schon ein, zwei gute Innenverteidiger gesehen“, scherzte Alexander Zorniger am Donnerstagnachmittag. Der Fußballtrainer von RB Leipzig guckte zum Beispiel bei Djordje Pantelic vom Mitteldeutschen Basketball Club (MBC) genau hin. So einen Riesen in der Abwehr des Drittliga-Zweiten, da wackeln doch jedem Gegner von Heidenheim bis Rostock gleich die Knie. Der Weißenfelser Center stellte sich schon beim Aufwärmen mit seinen Dribbelschritten zwischen kleinen Hindernissen ganz geschickt an, trotz der Schuhgröße Marke Flusskahn. Und verdient stand Pantelic auch im Finale des kleinen Viererturniers, für das RB und MBC die Mannschaften gemischt hatten. Aber, da hatte er dann Pech. Sein Team mit den rosa Leibchen verlor gegen die Blauen mit Angelo Caloiaro, Hrvoje Kovacevic und Michael Cuffee. „Aber wir haben das Elfmeterschießen gewonnen“, flachste Pantelic, der seinen Elfer souverän verwandelte.

Die beiden Trainer standen anfangs mitten auf dem Spielfeld und wurden gar nicht fertig mit dem Reden. „Wir haben über das gesprochen, was Trainer so machen, Trainingsmethoden, Belastung“, sagte Silvano Poropat, der sich ganz nebenbei als begeisterter Fußballer bekannte. „Ich habe bis sechzehneinhalb Fußball gespielt, ehe ich zum Basketball wechselte. Als Linksaußen übrigens.“ „Das sind die Verrückten neben den Torleuten“, grinste Zorniger. Der hat seinerseits ein paar Basketballanlagen. „Ich habe in Tübingen studiert, da kommst du automatisch mit dem Basketball in Berührung.“

Das nächste Spiel in der Basketball-Bundesliga bestreiten die Weißenfelser Wölfe am kommenden Mittwoch in Ludwigsburg. 19.30 Uhr beginnt die Partie in der einstigen Trainerheimat von Silvano Poropat. Im vorigen Spieljahr hatte der MBC beide Partien gegen den Kontrahenten gewonnen. Geht es nach Poropat, soll sich daran auch in diesem Jahr nichts ändern. (ze)

Und Zorniger stellte schon mal in Aussicht, dass es einen Teil zwei des gemeinsamen Trainings geben wird, nämlich in der Weißenfelser Stadthalle. Das wird den Wölfen gefallen, machten sie bei fünf Grad auf dem RB-Trainingsgelände am Leipziger Cottaweg erst mal einen verfrorenen Eindruck. Aber nach wenigen Minuten hatten zwei Dutzend Rote Bullen und elf Wölfe Spaß am laufenden Ball. So sei es geplant gewesen, sagte Zorniger.

Zum Schluss versammelten sich alle am Basketballkorb. Und siehe da, Fußballer Timo Röttger versenkte von der Freiwurflinie einen Ball nach dem anderen. Totale Begeisterung kam auf, als die Wölfe - allen voran Cuffee - noch ein paar Kunststückchen vorführten. Thiago Rockenbach spielte schließlich per Hackentrick Cuffee hoch an, der einen satten Dunk in den Korb setzte. „Schöne Abwechslung“, meinte RB-Mittelfeldspieler Bastian Schulz. Basketball begeistere ihn, er habe sogar schon in Miami ein Spiel gesehen. Und Wolf Daniel Hain, der übrigens beim Turnier zwei Tore reingeknallt hatte, sah es genau so und fand interessant „dass zum Beispiel Training für die Beinarbeit zwischen Fuß- und Basketballern sehr ähnlich ist.“