Aufsteiger-Duell in 2. Bundesliga

1. FC Magdeburg will bei den „Teufeln“ die Wende schaffen

Von Christoph Karpe 27.08.2022, 10:31
Zuletzt herrschte beim 1. FC Magdeburg nur selten gute Stimmung nach Spielende.
Zuletzt herrschte beim 1. FC Magdeburg nur selten gute Stimmung nach Spielende. (Foto: IMAGO/Christian Schroedter)

Magdeburg/Kaiserslautern/MZ - Fünf Spiele, vier Niederlagen, Fehlstart - Aufsteiger 1. FC Magdeburg fremdelt noch mit der zweiten Fußball-Bundesliga. Und er hat ein Problem: Mit ausbleibenden Erfolgserlebnissen nimmt die Nervosität zu.

Die Fehler vor allem in der Defensive häuften sich - wie zuletzt beim 0:4-Heimdebakel gegen Hannover. „Wir haben den Gegner zum Toreschießen eingeladen“, konstatierte Keeper Dominik Reimann.

1. FC Magdeburg in der Krise: „Konsequent attackieren“

Am Sonntag (13.30 Uhr) soll der negative Trend gestoppt werden, der fatal an das erste FCM-Gastspiel in Liga zwei in der Saison 2018/19 erinnert. Auch damals hatten die Blau-Weißen lediglich drei Punkte zu diesem Zeitpunkt eingesammelt. Seitdem ist das Personal zwar komplett ausgetauscht, doch es gibt durchaus Parallelen, was die Fehlerketten betrifft.

Auf dem Betzenberg beim Mitaufsteiger 1. FC Kaiserslautern will die Mannschaft von Christian Titz nun ihre Konkurrenzfähigkeit beweisen - wie beim 3:2-Sieg in Karlsruhe geschehen. „Wir müssen Lauterns Zielspieler attackieren und konsequent verteidigen“, forderte der Trainer ein - nicht zum ersten Mal.

Beim Gegner, immerhin Tabellenvierter mit zehn Zählern, genießt der FCM durchaus allerhand Respekt. „Magdeburg ist eine Truppe, die uns da alles abverlangen wird, die sich in der bisherigen Saison unter Wert verkauft und in jeder Partie brutal offensiv agiert hat. Wir müssen mit breiter Brust und guter Körpersprache dagegenhalten, was wir auch können“, sagte FCK-Trainer Dirk Schuster (54), der einst als Profi auch das FCM-Trikot trug (1988 - 1990) und verlangte von seinem Team um den ehemaligen HFC-Stürmer Terrence Boyd „Leidenschaft und Bereitschaft, uns selber, aber auch dem Gegner weh zu tun“.

FCK - FCM: Heiße Atmosphäre am Betzenberg erwartet

Die FCM-Spieler sind nicht nur auf den robusten Gegner sondern auch auf das Tollhaus Betzenberg - 35.000 Zuschauer werden erwartet - vorbereitet. „Es ist eine hitzige Stimmung dort, es ist eine hitzige Mannschaft“, blickte Torwart Dominik Reimann in der „Volksstimme“ auf das Duell voraus.

Er kennt dies noch aus der Vorsaison, ebenso die Mentalität des Teams: „Da sind Spieler auf dem Platz, die auch mal beißen können.“ 2:2 hatten sich beide Teams im Februar in der Heimstatt der Roten Teufel getrennt.