1. FC Magdeburg

„Skandalös verpfiffen“: FCM muss nach Frust-Spiel nach vorne schauen

Aktualisiert: 12.11.2022, 11:26
FCM-Star Baris Atik war mit der Leistung von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger höchst unzufrieden.
FCM-Star Baris Atik war mit der Leistung von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger höchst unzufrieden. (Foto: MAGO/Rene Schulz)

Magdeburg/MZ/Fab - Englische Wochen lassen Fußballern wenig Zeit, ihre jeweiligen Emotionen auszuleben. Freude kann kaum auskostet, Zorn muss schnell abgeschüttelt werden. Das nächste Spiel wartet immer schon. Für den 1. FC Magdeburg steht am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) in Bielefeld ein Duell mit einem Konkurrenten im Abstiegskampf an.

Also vermeldete Baris Atik noch in der Nacht über seinen Instagram-Kanal: „Wir machen weiter. Kopf hoch Männer“. Keine zwei Stunden zuvor hatte das beim Spielmacher des FCM noch deutlich anders geklungen: „Heute wurden wir verpfiffen. Das war skandalös. In meiner ganzen Karriere war das mit Abstand die schlechteste Schiedsrichterleistung“, schimpfte Atik nach dem 0:1 gegen den SV Darmstadt am Donnerstagabend in der 2. Liga.

Der große Aufreger war die Rote Karte gegen den formstarken Italiener Cristiano Piccini. Anfang der zweiten Halbzeit hatte der mit einem absichtlichen Handspiel einen Gegenspieler vor der Seitenlinie des eigenen Strafraums vom Ball getrennt. Dafür gab es zunächst Gelb. Der Videoschiedsrichter schaltete sich aber ein, sah die Vereitelung einer klaren Torchance. Also gab es Rot.

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„Mit Gelb war die richtige Entscheidung getroffen, ich verstehe nicht, warum da interveniert wird“, sagte sogar Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht. In Überzahl sicherte sich sein Team den Auswärtssieg und damit vorzeitig die Wintermeisterschaft.

Der FCM verlor dagegen nicht nur zum ersten Mal seit drei Spielen wieder, sondern eben auch noch Anführer Piccini. Dazu drohen Herbert Bockhorn und Jason Ceka in Bielefeld auszufallen, beide mussten gegen Darmstadt vorzeitig ausgewechselt werden. „Herbert Bockhorn hat einen geschwollenen Fuß, Jason Ceka hat über Atembeschwerden geklagt“, begründete Trainer Christian Titz nach dem Spiel.

Der Coach der Magdeburger wusste natürlich auch, dass alles Hadern mit der Schiedsrichterleistung mit Blick auf die Aufgabe bei der Arminia nichts bringt. „Wir müssen das Spiel schnell abschütteln. Die Jungs dürfen sich nicht ärgern, sondern müssen die positiven Dinge mit nach Bielefeld nehmen“, sagte Titz. „Wir hatten heute eine gute Intensität auf dem Platz, standen kompakt und haben es auch geschafft, Chancen zu kreieren.“