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Invasive Art Riesige fliegende Spinnen? Jorō-Gumo-Spinne breitet sich aus

Spinnen, die riesig sind, bis zu drei Meter lange Netze spinnen und fliegen können? Was wie ein Horror-Film klingt, könnte im Sommer erstmals zur Realität werden.

Von Tim Müller Aktualisiert: 12.06.2024, 13:20
Nichts für schwache Nerven: Die
Nichts für schwache Nerven: Die Jorō-Gumo-Spinne ist nicht nur besonders groß, sondern kann auch noch fliegen. Foto: Imago/Dreamstime

New York/DUR. - Menschen mit einer Spinnenphobie sollten sich gut überlegen, ob sie dieses Jahr ihren Urlaub in den USA verbringen wollen. In New York City könnte es dieses Jahr eine ungewöhnliche Touristenattraktion geben: die asiatische Jorō-Gumo-Spinne (dt. Prostituiertenspinne).

Der Körper der Spinne kann an die Größe eines Handtellers heranreichen. Seit einigen Jahren breitet sie sich rapide in den USA aus und könnte nun ihren Weg zum Big Apple finden.

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Kann die Jorō-Gumo-Spinne fliegen?

Die Jorō-Gumo-Spinne ist nicht nur durch ihre beeindruckende Größe bemerkenswert. Die Jungtiere verfügen außerdem über die Fähigkeit, Seidenfäden abzuwerfen und durch die Luft zu reisen. Dadurch kann sich die Spinne rasant verbreiten und schafft es, Entfernungen von bis zu 100 Kilometern zurückzulegen. 

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Laut Experten könnte die Spinnenart nun Teile von New York und New Jersey bevölkern. Ursprünglich stammen die Tiere aus Südostasien und sind dort für ihre riesigen, klebrigen Netze bekannt. 

Fliegende Jorō-Gumo-Spinne: Wie gefährlich ist sie für den Menschen?

Trotz ihrer Größe stellen die Spinnen jedoch keine direkte Gefahr für Menschen dar. Sie sind in der Regel harmlos und greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. 

Laut Wissenschaftlern gebe es bisher lediglich in den Südstaaten Georgia, Tennessee, Oklahoma sowie North und South Carolina bemerkenswerte Populationen. Eine weitere Verbreitung sei jedoch nicht ausgeschlossen, da ihre Verbreitung exponentiell steige. 

Gute Nachrichten für alle Spinnenphobiker: Die Jorō-Gumo-Spinnen halten sich nicht gerne in Innenräumen auf. Stattdessen bauen sie ihre Netze hauptsächlich an den Fassaden von Gebäuden und halten sich lieber in der freien Natur auf.