Familienstreit eskaliert

Familienstreit eskaliert: Vater verbrennt Tochter mit Zigarette und droht, sie zu töten

Gütersloh - Am Freitagabend gegen 18 Uhr kam es in Gütersloh in einer syrischen Zuwandererfamilie zu einem Familienstreit, der eskalierte und starke Polizeikräfte über längere Zeit im Einsatz hielt.

Am Freitagabend gegen 18 Uhr kam es in Gütersloh in einer syrischen Zuwandererfamilie zu einem Familienstreit, der eskalierte und starke Polizeikräfte über längere Zeit im Einsatz hielt.

Eine Zeugin hatte sich bei der Polizei in Gütersloh gemeldet und mitgeteilt, dass es in der Familie zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen dem 43-jährigen Vater und seiner 18-jährigen Tochter gekommen war. Der Mann hatte angeblich mehrfach mit Händen und Fäusten auf die junge Frau eingeschlagen. Zudem hatte er sie den Angaben nach an den Haaren gezogen und schließlich eine brennende Zigarette auf ihrem Kopf ausgedrückt. Die junge Frau konnte sich schließlich der Zeugin anvertrauen, die dann wiederum die Polizei informierte.

Beim Eintreffen der Polizei vor Ort trafen die Beamten auf insgesamt fünf Personen - drei Männer und zwei Frauen -, die sich neben der 18-jährigen Tochter im Haus aufhielten. Die junge Frau, die leichte Verletzungen im Gesichtsbereich aufwies, war stark eingeschüchtert und verweint. Der Vater stritt jedoch ab, dass es zu Auseinandersetzungen in der Familie gekommen war.

Als die 18-Jährige beabsichtigte, das Haus freiwillig zu verlassen und mit den Polizeibeamten zu gehen, verschärfte sich die zwar angespannte, aber nach Angaben der Polizei noch stabile Situation.

Der Vater und sein 15-jähriger Sohn bedrohten und beschimpften das Mädchen nun lautstark und aggressiv im Beisein mehrerer Polizeibeamter. Weiterhin deuteten beide durch Gesten an, die junge Frau töten zu wollen. Auch der Polizei gegenüber verhielten sich beide Männer extrem aggressiv.

Einem Polizeibeamten gelang es schließlich, mit dem Mädchen das Haus zu verlassen. Daraufhin eskalierte die Situation in den Innenräumen. Es kam zu erheblichem Widerstand gegen die Polizei, als die Frauen und Männer im Haus gewaltsam versuchten, zu der jungen Frau zu gelangen.

Daraufhin wurden weitere Streifenwagenbesatzungen hinzugezogen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und "einfacher körperlicher Gewalt" gelang es der Polizei schließlich, die aufgebrachten drei Männer und zwei Frauen, die allesamt sehr aggressiv auftraten, zurückzudrängen und die junge Frau in Sicherheit zu bringen.

Sie wurde zunächst mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, bevor sie an einem sicheren Ort untergebracht wurde. Während dieser Zeit wurde die 18-Jährige weiter durch Polizeibeamte beschützt, da noch immer damit gerechnet werden musste, dass die Familie versuchen würde, zu ihr zu gelangen.

Gegen den 43-jährigen Vater sowie seinen 15-jährigen Sohn wurden Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. (mz)