mysteriöse Todesfälle in Südafrika

21 tote Jugendliche nach Abschlussfeier in Bar - war Gift im Spiel?

Nach dem Tod von 21 Jugendlichen in einer Bar in Südafrika gehen die Ermittlungen weiter. Überlebende berichten von beißendem Geruch und dichtem Gedränge.

Aktualisiert: 28.06.2022, 13:52
In einer Bar in Südafrika sind 21 Jugendliche gestorben.
In einer Bar in Südafrika sind 21 Jugendliche gestorben. Symbolfoto: imago images/Anka Agency International

East London/DUR/mad - Nach dem mysteriösen Tod von 21 Jugendlichen in einer Bar in Südafrika, versucht die Polizei mit Hochdruck, die rätselhaften Umstände aufzuklären.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen feierten die jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren in dem Nachtclub ihren Schulabschluss. Am frühen Sonntagmorgen waren dort 17 Leichen gefunden worden. Vier weitere Jugendliche starben später in einem Krankenhaus. Das jüngste Opfer war erst 13 Jahre alt.

Todesursache unklar: Rätsel um 21 Tote in Bar in Südafrika

Weil die Leichen keine äußerlichen Verletzungen aufwiesen, wurde eine Massenpanik als Todesursache ausgeschlossen. Unter den 21 Todesopfer sind insgesamt acht Mädchen. Spezialisten aus Pretoria untersuchten auch am Montag den Ort des Geschehens. Es gibt Berichte von Überlebenden, die von einem beißenden Geruch und dichtem Gedränge in der völlig überfüllten Bar berichten.

31 weitere Jugendliche wurden mit Symptomen wie Rückenschmerzen, Atemnot, Erbrechen, Kopfschmerzen und Druck in der Brust ins Krankenhaus eingeliefert. Bis auf zwei konnten am Sonntag alle wieder entlassen werden.

Laut Medienberichten hätten Behördenvertreter zunächst über Alkoholmissbrauch als Todesursache gemutmaßt. Später sei über eine Gas- oder eine andere Form von Vergiftung spekuliert worden. Ermittler gehen diesem Verdacht inzwischen nach. Möglicherweise sei durch Getränke, Speisen oder Atemluft etwas aufgenommen worden, dass zum Tode der Jugendlichen führte.

Inzwischen seien die Autopsien abgeschlossen und die Leichen  Bestattung freigegeben worden. Forensische Untersuchungen sollen nun Gewissheit über die Todesursache bringen. Proben wurden per Flugzeug ins 800 Kilometer entfernte Kapstadt geschickt.