Arbeitsmarkt in Sachsen-AnhaltGroße Personal-Not: Arbeitsagentur-Chef Behrens nennt Wege aus der Misere

Bis 2040 verliert Sachsen-Anhalt laut Prognosen 167.400 Erwerbstätige. Wie sich die Verluste laut Agenturchef Markus Behrens teilweise kompensieren lassen

Von Steffen Höhne 24.01.2023, 16:51
Arbeitsagenturchef Torsten Narr im Gespräch mit den Pflege-Schülern aus El Salvador, die in Wittenberg ausgebildet werden. Sie sind im Rahmen eines Pilot-Projektes nach Sachsen-Anhalt gekommen.
Arbeitsagenturchef Torsten Narr im Gespräch mit den Pflege-Schülern aus El Salvador, die in Wittenberg ausgebildet werden. Sie sind im Rahmen eines Pilot-Projektes nach Sachsen-Anhalt gekommen. Foto: Thomas Klitzsch

Halle/MZ - Sachsen-Anhalt wird in Zukunft am Arbeitsmarkt ganz neue Situationen erleben: „Die Arbeitslosigkeit wird weiter sinken, gleichzeitig aber auch die Beschäftigung zurückgehen“, sagte Markus Behrens, Chef der Landesarbeitsagentur. Seine Einschätzung fußt auf der Prognose von Arbeitsmarktexperten des Instituts für Arbeitsmarktforschung in Nürnberg. Danach wird die Zahl der Erwerbstätigen im Land bis 2040 um rund 167.400 sinken. Zum Vergleich: Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt rund eine Million Beschäftigte. Der Grund sei die demografische Entwicklung. Es gingen mehr Menschen in Rente, als junge auf den Arbeitsmarkt kommen. Das Defizit sei auch nicht mit der bisherigen Migration auszugleichen, diese habe das IAB bereits in der Prognose einberechnet. „Für den Arbeitsmarkt ist die größte Herausforderung in Zukunft die Demografie“, sagte Behrens.

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