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Verdacht Bandendiebstahl Was machen vier Männer am Kabelschacht neben dem Gleis in Schönebeck?

Bei einem Einsatz am Dienstag unweit des Bahnhofes in Schönebeck sind Beamte der Bundespolizei auf eine Gruppe junger Letten gestoßen. Die hatten sich an einem Kabelschacht neben dem Gleis zu schaffen gemacht. Welchen Verdacht die Bundespolizei nun hat und warum einer aus der Gruppe zunächst in Haft sitzt.

Von Frank Klemmer 12.06.2024, 22:24
An einem Kabelschacht neben dem Gleis in Schönebeck stieß die Bundespolizei nach eigenen Angaben auf die vier Männer aus Lettland.
An einem Kabelschacht neben dem Gleis in Schönebeck stieß die Bundespolizei nach eigenen Angaben auf die vier Männer aus Lettland. (Symbolfoto: dpa)

Schönebeck. - Wie die Bundespolizei mitteilt, erhielt sie am Dienstag die Meldung von der Notfallleitstelle der Bahn, dass einem aufmerksamen Triebfahrzeugführer eines Intercitys mehrere Personen an einem Kabelschacht an der Bahnstrecke in Schönebeck aufgefallen seien.

Unter der Welsleber Brücke erwischt

Eine Streife habe sich zu diesem Zeitpunkt in einem Regionalexpress am Bahnhof Schönebeck befunden und sei deshalb zu Fuß dorthin gegangen. Dabei stießen die Beamten unter der Welsleber Brücke in der Nähe des Bahnhofes Schönebeck auf vier Männer. Die hatten die vorhandenen Kabelschächte geöffnet und bereits mehrere Kabel aus den Schächten gezogen.

Da sich die 20, 23, 24 und 52-jährigen Männer in einem Gefahrenbereich befanden, forderten die Einsatzkräfte sie auf, diesen zu verlassen. Parallel trafen zur Unterstützung weitere Ein-satzkräfte ein, unter anderem ein Diensthundeführer mit Hund. Dieser nahm die Fährte auf und zeigte den Beamten so, dass die Männer einen Schleichweg zur Bahnstrecke genutzt hatten, um an die Kabelschächte zu gelangen.

Offene Geldstrafe: 23-Jähriger muss in Haft

Die Einsatzkräfte eröffneten den Männern, bei denen sich nach Angabe der Bundespolizei um vier Letten handelt, den Tatvorwurf des Bandendiebstahls und nahmen sie mit zur Dienststelle am Magdeburger Hauptbahnhof.

Eine Überprüfung in der Fahndungsdatei der Polizei ergab zudem, dass der 23-Jährige von der Staatsanwaltschaft Flensburg und dem Amtsgericht Darmstadt gesucht wird. Zudem lag gegen ihn ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe vor. Weil er den Geldbetrag in Höhe von 2.085 Euro nicht begleichen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt gebracht.