Verkauf geplant

Sportler in Frose bangen um ihre Sporthalle

„Seit 40 Jahren leite ich die Abteilung Tischtennis, soll das alles kaputtgemacht werden?“, fragt Volker Teuke.

Die ehemalige Grundschule in Frose
Die ehemalige Grundschule in Frose (Foto: Frank Gehrmann)

Frose/MZ - Steht die Froser Tischtennisabteilung vor dem Aus? Das befürchtet Volker Teuke, der Abteilungsleiter Tischtennis vom Froser SV Anhalt, angesichts der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Dienstag im Seeland. Denn hier soll im nicht öffentlichen Teil der Verkauf der ehemaligen Froser Grundschule behandelt werden, zu der auch die Sporthalle gehört, in der die Sportler trainieren.

„Seit über 70 Jahren wird in Frose Tischtennis gespielt, und seit genau 40 Jahren leite ich die Abteilung als Vorsitzender, soll das alles kaputtgemacht werden?“, fragt Teuke verständnislos.

Er kritisiert, dass weder die Tischtennisspieler noch die anderen, die in der Sporthalle trainieren, wie die Karnevalisten oder die Feuerwehr, im Vorfeld über den geplanten Verkauf informiert worden seien, sie vor vollendete Tatsachen gestellt werden würden. „Immerhin sind wir vom Erhalt der Halle abhängig“, erklärt der Abteilungsleiter weiter. Und sagt, dass sie erst aus der Presse erfahren hätten, dass es konkrete Verkaufsabsichten gebe.

„Wir von der Abteilung Tischtennis und der gesamte Verein werden alles daran setzen, in der Kürze der Zeit den Verkauf der Sporthalle zu verhindern.“

Volker Teuke aus Frose

Es sei keine schlechte Idee, das leerstehende Schulgebäude zu retten, gibt Teuke zu. „Aber sollen dann auch gleich Vereine und viele sportbegeisterte Bürger darunter leiden? Wo soll man seinen Sport ausüben, wenn es keine Sporthalle mehr gibt?“

Das Froser Schützenhaus würde zwar von der Größe und von den Lichtverhältnissen her passen, aber es gebe eben auch Vorgaben, die bei Leistungsvergleichen erfüllt werden müssten. Zudem brauche es Raum für das Unterstellen der teuren Tischtennisplatten. Es funktioniere also nicht wirklich, so Teuke.

Der Sportler befürchtet, dass durch den Verkauf der Halle das sportlich-kulturelle Leben in dem kleinen Ort zunichtegemacht wird. „Das kann nicht im Interesse der Stadt Seeland sein, oder?“ Deshalb meint der Froser: „Wir von der Abteilung Tischtennis und der gesamte Verein werden alles daran setzen, in der Kürze der Zeit den Verkauf der Sporthalle zu verhindern.“ So wollen sie der Stadt ein „schnelles Konzept“ vorlegen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und eine Lösung ins Spiel zu bringen.