Über Lutter nach Gatersleben

Pfarrerin Johanna Bernstengel wird im Seeland bleiben

Für unbefristete Arbeit sind Abstimmungen in Gemeindekirchenräten nötig - die haben sich einstimmig dafür entschieden.

Von Regine Lotzmann
Johanna Bernstengel ist nun auch ganz offiziell die Pfarrerin im Seeland.
Johanna Bernstengel ist nun auch ganz offiziell die Pfarrerin im Seeland. (Foto: Frank Gehrmann)

Schadeleben/MZ - Nun ist die Entscheidung gefallen: Pfarrerin Johanna Bernstengel, die bisher für ein Jahr befristet im Pfarrbereich Gatersleben tätig war, wird im Seeland bleiben. „Weil es hier Spaß macht, die Leute freundlich, die Gemeindekirchenräte nett sind und Lust haben, etwas zu bewegen“, begründet die 38-Jährige ihren Entschluss.

Der aber auch von den Kirchengemeinden in Gatersleben, Schadeleben, Friedrichsaue, Nachterstedt und Neu Königsaue mitgetragen wird. Denn anders als vor einem Jahr, als die evangelische Pfarrerin auf die vakante Stelle im Seeland berufen wurde, braucht es für die unbefristete Arbeit der Wahl durch die Gemeindekirchenräte. Und die hätten sich einstimmig dafür entschieden, Bernstengel zu behalten, freut sich die 38-Jährige, die eigentlich durch einen Zufall in diese Region gekommen war.

„Eine gute Freundin wohnt in Quedlinburg, deren Arbeitskollege in Gatersleben und der berichtete von der freien Stelle.“

Johanna Bernstengel, Pfarrerin in Gatersleben

„Eine gute Freundin wohnt in Quedlinburg, deren Arbeitskollege in Gatersleben und der berichtete von der freien Stelle“, erzählt Bernstengel, die zuvor in Jena tätig war. Sie hatte sich den Pfarrbereich vor Ort angeschaut und Lust auf die neue Herausforderung bekommen.

Die Nähe zum Harz und die Arbeit im ländlichen Bereich liebte die wanderfreudige Frau sowieso. Denn aufgewachsen war Johanna Bernstengel zwar in Berlin. Dem Theologie-Studium folgten aber die Zeit als Vikarin in Braunschweig, der Probedienst in Lutter am Barenberge - das sind fünf Dörfer im Landkreis Goslar - und ein halbes Jahr in Jena.

Doch ihre neue Heimat - sie lebt gemeinsam mit Kater Bogomir im romantischen Pfarrhaus von Gatersleben - möchte sie nicht mehr missen. Und so hat sie die Kirche in Schadeleben für ihren Berufungsgottesdienst am Sonntag mit Bedacht ausgewählt. Denn die erfüllte mit ihren zwei Ausgängen und ihrer Größe nicht nur den Corona-Vorgaben.

Nein, sie habe sich auch aus einem anderen Grund bewusst dafür entschieden. „In Gatersleben wohne ich und bin da oft erreichbar, in Nachterstedt wurde die Wahl durchgeführt und in Schadeleben sollte nun die feierliche Einführung sein - das zeigt, dass ich die Pfarrerin von allen drei Gemeinden bin.“