Fußball-NOFV-Oberliga

Fußball-NOFV-Oberliga: Bernburg bietet RB Leipzig Paroli

MARKRANSTÄDT/BERNBURG - Mit seinen Gefühlen saß Thomas Diedrich nach dem Abpfiff der Partie bei der U23 des RB Leipzig zwischen den Stühlen. Seine Mannschaft hatte dem Oberliga-Spitzenreiter im Markranstädter Stadion am Bad bis in die Nachspielzeit hinein die Stirn geboten, aber am Ende mit 2:4 (1:1) verloren. „Beim 0:1 bei Lok Leipzig wäre ein Punkt für uns sehr glücklich gewesen. In dieser Partie hätte sich meine Mannschaft aber diesen einen Zähler mehr als verdient. Es war ein supergeiles Spiel. Wir haben uns nicht versteckt und nie aufgegeben“, verteilte der Askania-Coach trotz der Niederlage Komplimente an seine ...

Von CARSTEN ROLOFF

Mit seinen Gefühlen saß Thomas Diedrich nach dem Abpfiff der Partie bei der U23 des RB Leipzig zwischen den Stühlen. Seine Mannschaft hatte dem Oberliga-Spitzenreiter im Markranstädter Stadion am Bad bis in die Nachspielzeit hinein die Stirn geboten, aber am Ende mit 2:4 (1:1) verloren. „Beim 0:1 bei Lok Leipzig wäre ein Punkt für uns sehr glücklich gewesen. In dieser Partie hätte sich meine Mannschaft aber diesen einen Zähler mehr als verdient. Es war ein supergeiles Spiel. Wir haben uns nicht versteckt und nie aufgegeben“, verteilte der Askania-Coach trotz der Niederlage Komplimente an seine Schützlinge.

In den ersten 20 Minuten mussten sich die Bernburger der Anfangsoffensive der Sachsen erwehren. Ein Kopfball von Alexander Sorge (16.) klatschte an die Latte. Nach einer abgewehrten Ecke jagte Paul Schinke (21.) den Ball in den Winkel des Bernburger Kastens. Nach dem Sonntagsschuss waren die Gäste jedoch hellwach. In der 25. Minute verfehlte Jan Bauer per Kopf das gegnerische Gehäuse nur knapp. Zwei Minuten später holte ein Leipziger Verteidiger einen Schuss von Leo-Anton Hinrichsmeyer nach schöner Vorarbeit von Patrik Schlegel von der Linie. Mit dem Halbzeitpfiff gelang den Saalestädtern der Ausgleich. Kapitän Michael Schmidt verwandelte einen Handelfmeter eiskalt.

Nach dem Wiederanpfiff geriet der Oberliga-Aufsteiger innerhalb von zwei Minuten auf die Verliererstraße. „Wir haben den Beginn der zweiten Halbzeit komplett verschlafen. Die zwei Gegentreffer fielen praktisch aus dem Nichts heraus. Wie diese Tore entstanden, muss ich mir noch einmal ganz genau auf dem Video anschauen“, sagte Diedrich. Daniel Barth (48.) und Tom Nattermann (50.) standen plötzlich völlig frei vor Patrick Baldauf und ließen dem Bernburger Schlussmann keine Chance.

Auch nach dem 1:3 steckte der Aufsteiger in einer offenen Partie den Kopf nicht in den Sand. Matthias Buszkowiak traf per Kopf nach einer Ecke von Schmidt nur das Außennetz. Auf der Gegenseite schoss Barth (56.) an den Außenpfosten des Askania-Gehäuses. Der eingewechselte Krause sorgte nach toller Vorarbeit von Schlegel mit seinem Anschlusstreffer für eine spannende Schlussphase, in der Schlegel (81.) sogar das 3:3 auf dem Fuß hatte. Aber der Bernburger Angreifer schoss den Ball um Zentimeter am Kasten vorbei. Erst mit dem durch Nattermann erfolgreich abgeschlossenen Konter in der Nachspielzeit machte der Spitzenreiter endgültig alles klar.

„Diesem Treffer ging ein klares Foulspiel an Schlegel voraus, das der Referee leider nicht geahndet hat. Ich hatte das Gefühl, dass wir in einigen Situationen etwas benachteiligt worden sind“, sagte Diedrich.

Leipzig: Heyne – Ludwig, Schiller, Sorge, Siebeck (64. Heinze) – Schinke, Mietzelfeld (71. Konik), Legien, Niemeyer – Barth (87. Rothenstein), Nattermann

Bernburg: Baldauf – Sommermeyer, Bäcker, Oehme, Salis – Buszkowiak, Bauer – Schmidt (58. Kos), Wegener (46. Krause), Hinrichsmeyer (80. Hecht) – Schlegel

Schiedsrichter: Marcel Kißling (Wasungen) – Assistenten: Steffen Krech (Wernshausen), Wolfgang Gäbler (Vieselbach) - Zuschauer: 122 – Tore: 1:0 Schinke (21.), 1:1 Schmidt (45., Handstrafstoß), 2:1 Barth (48.), 3:1 Nattermann (50.), 3:2 Krause (73.), 4:2 Nattermann (90.+2.) (mz)