Freie Grundschule in PlötzkauFreie Grundschule Mutig in Plötzkau: Preis der Naturschutzjugend für Geschichte über Schnecke

Plötzkau - „M“ wie Mut und „U“ wie Umwelt bedeuten die ersten beiden Initialen der Grundschule „MUTIG“ in Plötzkau, die erst seit einem Jahr besteht. Ein wenig Mut gehörte schon dazu, um den Aufruf der Naturschutzjugend, der Nachwuchsorganisation des Naturschutzbundes Deutschland, zu einem Wettkampf der besonderen Art zu folgen, der in erster Linie mit der Umwelt zu tun hat. Schließlich nahmen daran mehr als 1.800 Kinder aus ganz Deutschland ...

Von Carsten Roloff 26.06.2017, 15:41

„M“ wie Mut und „U“ wie Umwelt bedeuten die ersten beiden Initialen der Grundschule „MUTIG“ in Plötzkau, die erst seit einem Jahr besteht. Ein wenig Mut gehörte schon dazu, um den Aufruf der Naturschutzjugend, der Nachwuchsorganisation des Naturschutzbundes Deutschland, zu einem Wettkampf der besonderen Art zu folgen, der in erster Linie mit der Umwelt zu tun hat. Schließlich nahmen daran mehr als 1.800 Kinder aus ganz Deutschland teil.

Die Schüler hatten dabei die Aufgabe, die vier Frühlingsboten Waldkauz - der zum Vogel des Jahres 2017 gekürt wurde - Igel, Salweide und Schnecke näher zu erforschen. „Mit ein bisschen Neugierde kann man vor der Haustür die spannendsten Sachen in unserer Natur entdecken“, sagte der Wettbewerbs-Schirmherr André Gatzke.

Preis vom Naturschutzbund Deutschland

Für ihren Mut wurden die Plötzkauer Erstklässler belohnt. Unter den 108 Einsendungen wurden Preise in den Kategorien Kindergarten, Schule, Kindergruppe und Einzeleinsendungen vergeben. Zwei Preisträger kommen dabei aus Sachsen-Anhalt, einer davon aus dem Altkreis Bernburg. Die Kinder der Plötzkauer Grundschule „MUTIG“ erkundeten den heimischen Auenwald und gingen dabei auf Schneckensafari.

Aus ihren Erlebnissen in der Natur an diesem Projekttag entstand eine bunte Geschichte über die Bänderschnecke, die „am laufenden Band“ zu lesen ist. Acht Meter misst die von den Schülern selbst erdachte und illustrierte Story, in der die kleine Schnecke „Berta“ die Hauptrolle spielt.

„Berta“ frisst gern Erdbeeren im Schulgarten

„Berta“ wird im Auenwald gefunden, zunächst in einen Glasbehälter gesteckt, um sie besser beobachten zu können. Dann findet sie im Schulgarten ein nettes Plätzchen, dort will die Schnecke aber nur die leckeren Erdbeeren naschen. Das gefällt den Kindern gar nicht, die sie daraufhin auf den Komposthaufen setzen, auf dem „Berta“ viele neue Freunde findet und auch bei einem Schneckenrennen die Nase vorn hat.

„Alle 20 Kinder haben sich eingebracht und waren mit großem Eifer bei der Sache. Jedes Kind hat mit einem Satz zur Geschichte beigetragen und kleine Bilder dazu gemalt“, erzählte die 50-jährige Direktorin Susanne Lietz, die durch ihren schon seit vielen Jahren bestehenden Kontakt zu Gisela Rieland Kenntnis vom Wettbewerbsaufruf der Naturschutzjugend erhielt.

„Ich habe schon in meiner Zeit als Lehrerin in Alsleben sehr eng mit der Naturpädagogin zusammengearbeitet und bin wie Gisela Rieland Mitglied im Verein Natur- und Handwerk Biesenrode.“

Der Sachkunde-Unterricht spielt in der seit einem Jahr wieder eröffneten Grundschule eine bedeutende Rolle. Zur Ausstattung der Bildungseinrichtung gehört beispielsweise auch ein Schulgarten. „Naturschutz-Projekte sind ein fester Bestandteil unseres Programms für das kommenden Schuljahr“, so Direktorin Susanne Lietz, die seit Freitag erst einmal mit den Kindern die Ferien genießen kann. Wenn am 10. August das neue Schuljahr beginnt, werden auch die Preise für die erfolgreiche Teilnahme bei diesem Wettkampf der Naturschutzjugend in Plötzkau eingetroffen sein. (mz)