Nächtliche Verfolgung

Fährtenhund entdeckt Mann im Wasser unter einer Brücke in Alsleben

Polizisten verfolgen einen Autofahrer, er wird des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verdächtigt. Wie die Ermittlungen nun weitergehen.

Von Wolfram Schlaikier 12.10.2021, 14:48
 Ein Polizist mit einem Suchhund ist bei einem Einsatz in der Nacht unterwegs.
Ein Polizist mit einem Suchhund ist bei einem Einsatz in der Nacht unterwegs. Symbolbild: dpa

Alsleben/MZ - Die Polizei ermittelt nach einer ominösen Verfolgung in der Nacht zu Dienstag gegen einen Mann aus Alsleben. Der 30-Jährige werde des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verdächtigt, sagte Polizeisprecher Marco Kopitz.

Einer Streife war gegen 0.20 Uhr ein Opel im Stadtgebiet aufgefallen, dessen Fahrer beschleunigte und floh, nachdem er die Polizei bemerkt hatte. Die Beamten verloren das Auto kurz aus den Augen, bemerkten es jedoch später unbesetzt am Straßenrand.

In dem unverschlossenen Auto fanden sich persönlichen Dinge, die beschlagnahmt wurden. Um den Fahrer zu fassen, wurde ein Fährtenhund angefordert. Währenddessen habe sich ein Mann genähert und sei unerkannt in Richtung Schaperallee geflohen, nachdem er bemerkt worden war.

Der Hund verfolgte dessen Spur bis zu einer Brücke, wo die Polizisten einen im Wasser liegenden Mann fanden. Der wurde anhand seiner Kleidung als der Verdächtige identifiziert.

Der Mann erklärte, sich im Wasser unter der Brücke vor mehreren Menschen versteckt zu haben, die ihn verfolgen würden. Mit einem Auto sei er schon seit Jahren nicht mehr gefahren. Tests auf Alkohol und Drogen waren negativ.

Nach der Befragung wurde der Mann nach Hause entlassen. Ob er das Auto gefahren war, werde anhand der Spuren im Auto und Vergleichsspuren an seiner Kleidung ermittelt. Laut Paragraf 21 im Straßenverkehrsgesetz droht dem Mann eine Geldstrafe oder Haft bis zu einem Jahr.