Grundsatzbeschluss zum Radweg?

Die SPD-Fraktion hat Antrag zur Bahntrasse gestellt

Von Detlef Anders
Ein Radweg (Foto: Archiv/Symbol)

Cochstedt - Ein Grundsatzbeschluss zum Bau eines ortsverbindenden Radweges zwischen Cochstedt und Schneidlingen steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Donnerstagabend in Hecklingen. Schneidlingens Ortsbürgermeister Martin Zimmermann hat für die SPD-Fraktion einen Antrag eingereicht, der gleich mehrere Punkte umfasst. „Es soll noch kein Geld für Fördermittel ausgegeben werden. Lediglich sollen die Vorbereitungen und die Nutzung der Bahnstrecke geklärt werden“, teilt Zimmermann der MZ mit.

Hecklingens Bürgermeister Uwe Epperlein soll das Gespräch mit der Deutschen Bahn Netz AG als Streckeneigentümer suchen und einen Antrag auf Freistellung für den Bau eines Radweges vorschlagen. Einen notwendigen Antrag „auf Freistellung von Bahnbetriebszwecken für den stillgelegten Streckenabschnitt Hakelforst bis Schneidlingen“ soll Epperlein dort bis zum 25. Mai stellen. Zudem sieht sein Entwurf des Beschlussantrages vor, dass der Bürgermeister mit einer Mitarbeiterin des Landesverkehrsministeriums, die für die Radverkehrskoordination zuständig ist, in Kontakt tritt, um die Voraussetzungen für einen Fördermittelantrag für den Radweg auf der Bahnstrecke über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ auszuloten.

Die Antragstellung bei der Bahn hatte bereits im Januar Landesverkehrsminister Thomas Webel empfohlen (die MZ berichtete). Im Januar waren noch keine Anträge für das Sonderprogramm gestellt worden, so dass der Antrag der SPD-Stadtratsfraktion, der in Abstimmung mit der Fraktion Die Linke/ASH gestellt wurde, auf Schnelligkeit drängt.

Im Integrierten gemeindlichen Entwicklungskonzept der Stadt finde sich die Umnutzung alter, ungenutzter Bahnlinien zu Radwegen, Vernetzung der Ortsteile für den Alltagsverkehr, der Ausbau des Radwegenetzes im Verbund zur Verbesserung der regionalen und überregionalen Radwegestrukturen wieder, weist Martin Zimmermann hin. Zudem habe Bürgermeister Epperlein ja auch im Wahlkampf 2015 den Radweg als „absolutes Muss“ genannt. (mz)