Kinderbetreuung

Beim Kita-Neubau in Ilberstedt wird in den nächsten Wochen der Rohbau errichtet

Warum sich die Arbeiten am neuen Gebäude verzögert haben.

Von Susanne Schlaikier 24.11.2021, 14:00
Die Bodenplatte von dem Kita-Neubau ist schon fertig.
Die Bodenplatte von dem Kita-Neubau ist schon fertig. Foto: engelbert Pülicher

Ilberstedt/MZ - Im Moment braucht man schon noch ganz schön viel Fantasie, um sich die neue Kindertagesstätte in Ilberstedt auf dem Domänengelände vorzustellen. Bis auf die Bodenplatte ist noch nicht viel zu sehen. Das aber soll sich bald ändern. Denn die Zimmerleute werden als nächstes die Holzteile für den Rohbau errichten. Diese Arbeiten hätten sich etwas verzögert, informiert Christine Schwertfeger, Mitarbeiterin im Bauamt der Verbandsgemeinde Saale-Wipper, auf MZ-Anfrage. „Da der Rohbau der Kita aus Holzelementen besteht und gerade in diesem Jahr Holz Mangelware ist, verzögerten sich die Bauarbeiten wegen Lieferschwierigkeiten.“ Inzwischen habe die Zimmererfirma die benötigte Holzlieferung bekommen und fertigt die Elemente. Allerdings stockten die Arbeiten dann erneut, weil die Hälfte der Mitarbeiter der Zimmererfirma zwischenzeitlich in Corona-Quarantäne musste.

In der kommenden Woche jedoch soll laut Schwerdtfeger mit der Montage der Elemente begonnen werden. „Der benötigte Kran soll in dieser Woche aufgestellt werden.“ Sobald der Rohbau steht, soll durch die Dachdecker über den Jahreswechsel eine Notabdichtung des Daches erfolgen. Dazu seien aber mindestens fünf Grad Plus notwendig. „Sollten die Temperaruten in den Keller gehen, erfolgt durch die Zimmererfirma eine Behelfsabdeckung für das Holz“, erläutert Schwerdtfeger. Geplant ist, dass das Dach Anfang nächsten Jahres gedeckt wird und dass dann mit dem Innenausbau im Januar bzw. Februar begonnen werden kann. Allerdings müsse für die Arbeiten am Dach auch das Wetter mitspielen. Danach kann beispielsweise mit dem Trockenbau, dem Verlegen von Elektroleitungen und den Arbeiten an Heizung und Sanitäranlagen begonnen werden. „Des Weiteren hoffen wir, dass Corona bedingt keine weiteren Bauverzögerungen auftreten - sei es krankheitsbedingt oder wegen Lieferschwierigkeiten beim Material.“

Die Arbeiten für die neue Kita hatten im April dieses Jahres begonnen. Zuvor hatten sich Gemeinde und Verbandsgemeinde jahrelang um Fördermittel für einen Neubau bemüht. Denn das alte Gebäude in der Breiten Straße weist zahlreiche Mängel auf und ist nicht mehr zeitgemäß. Eine Sanierung hätte sich nicht gelohnt, so dass die Einrichtung über kurz oder lang hätte schließen müssen. Im neuen, eingeschossigen Gebäude, das über zwei Millionen Euro kosten wird, sollen künftig 54 Kinder Platz finden.