Kundgebung in Leipzig

Trotz heftigen Regens: Hunderte Beschäftigte bei Warnstreik im Einzel- und Versandhandel

Teilnehmer einer Streikkundgebung in Leipzig: Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen demonstrierten am Freitag.
Teilnehmer einer Streikkundgebung in Leipzig: Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen demonstrierten am Freitag. (Foto: dpa)

Leipzig/dpa - Hunderte Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich am Freitag an einem Warnstreik und einer Kundgebung in Leipzig beteiligt. „Trotz heftiger Regenschauer sind mehr als 600 Beschäftigte aus zahlreichen Lebensmittel-, Möbel- und Bekleidungsgeschäften gekommen. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

Seit Juni verlaufen die Tarifverhandlungen für die 280.000 Beschäftigten in den drei Ländern nach Angaben der Gewerkschaft ohne spürbare Fortschritte. Am 28. Juli steigt die dritte Verhandlungsrunde in Leipzig. „Bis dahin werden wir immer wieder zu Warnstreiks aufrufen und den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen“, betonte Lauenroth-Mago.

Verdi verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde. Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde Ende Juni einen Dreijahresabschluss angeboten und für das erste Jahr nach zwei Nullmonaten 2 Prozent, für das zweite Jahr 1,4 Prozent und für das dritte Jahr 2 Prozent. Für Unternehmen, die von der Pandemie betroffen waren, sollen die Erhöhungen je zehn Monate bzw. sechs Monate später gezahlt werden.