Naturschutz

Rettung vor Mähmaschinen: Wie Wildtierschützer in Sachsen-Anhalt mit Drohnen auf Rehkitz-Suche gehen

Klein, hilflos und versteckt im hohen Gras: Tausende Rehkitze werden während der Frühmahd jährlich Opfer von Mähmaschinen. Eine Gruppe Ehrenamtler aus Sachsen-Anhalt will die Tiere vor dem Tod bewahren - und setzt dabei auf Drohnen.

Von Max Hunger Aktualisiert: 18.05.2022, 16:32
Bewegungslos wartet ein Rehkitz im Luzernenfeld auf seine Mutter. Der fehlende Fluchtreflex bedeutet jährlich für tausende Jungtiere den Tod.
Bewegungslos wartet ein Rehkitz im Luzernenfeld auf seine Mutter. Der fehlende Fluchtreflex bedeutet jährlich für tausende Jungtiere den Tod. Foto: picture alliance/dpa

Schönebeck - Ranies/MZ - Halm um Halm biegt Stephan Wesche die kniehohen Pflanzen auseinander, doch das Rehkitz ist nicht zu sehen. Dabei ist sich der Jäger sicher: Hier im Luzernenfeld - eine nahrhafte Futterpflanze - nahe Ranies (Salzlandkreis) versteckt sich das Jungtier. Der 43-Jährige macht noch einen Schritt durch das vom Morgentau schwere Grün. Da! Wesche versenkt seine Hände in der dichten Pflanzendecke. Langsam hebt er ein kleines Reh aus seinem Versteck. Widerstandslos lässt das Jungtier die Beine baumeln, seine Knopfaugen richten sich auf den Jäger. „Das hätte kein Hund gefunden“, sagt Wesche.

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