Hohe Kosten für Gas und Strom

Lücke im Rettungspaket: Chemieindustrie warnt vor Produktionsstopps in Ostdeutschland

Mit Millionenzuschüssen will der Bund angesichts enorm gestiegener Energiepreise besonders stark belastete Industriezweige stützen. Die Chemiebranche warnt: Das Programm enthält einen folgenschweren Schnitzer. Wurden die Betreiber der Industrieparks schlicht vergessen?

Von Max Hunger 22.07.2022, 17:29
Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen vereint in sich 360 Firmen und mehr als 11 000 Mitarbeiter.
Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen vereint in sich 360 Firmen und mehr als 11 000 Mitarbeiter. Foto: André Kehrer

Halle/Leuna/MZ - Das Geld soll die Industrie vor dem Kollaps bewahren, doch bei vielen Firmen droht die geplante Finanzhilfe nicht anzukommen: Die Chemiebranche in Ostdeutschland warnt vor einer Lücke beim Rettungspaket für energieintensive Industriezweige. Mit dem sogenannten Energiekostendämpfungsprogramm will die Bundesregierung Firmen angesichts der hohen Preise für Gas und Strom entlasten und so die Produktion sichern. Doch die Branche schlägt Alarm: Nach Angaben des Landesverbands Nordost der Chemischen Industrie erhalten die Betreiber großer Industrieparks - wie etwa in Leuna (Saalekreis) - keine Finanzhilfen. Auch die in den Parks ansässigen Unternehmen gingen dann leer aus. „Die Chemieunternehmen sind aber zwingend auf die Abfederung der Energiekostenanstiege angewiesen, um nicht Produktionen zurückfahren und schlimmstenfalls abstellen zu müssen“, so der Verband.

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