Besetzungsquote von 3,4 Prozent

Land bleibt Schlusslicht bei Beschäftigung von Schwerbehinderten

Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt werden in Sachsen-Anhalt die wenigsten Schwerbehinderten beschäftigt. (Foto: Andrea Warnecke/dpa)

Halle (Saale) - Sachsen-Anhalt bleibt aktuellen Zahlen der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen zufolge bundesweit Schlusslicht bei der Beschäftigung schwer behinderter Menschen. Demnach arbeiteten bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern im Jahr 2019 insgesamt 14.050 Schwerbehinderte - was einer Besetzungsquote von 3,4 Prozent entspricht, wie die Behörde am Montag mitteilte. In keinem anderen Bundesland liege die Quote so niedrig; bundesweit betrage sie 4,6 Prozent.

Unternehmen ab einer Größe von 20 Arbeitsplätzen sind grundsätzlich gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwer behinderten Menschen zu besetzen. Wenn die Unternehmen dies nicht erreichen, müssen sie eine Ausgleichsabgabe zahlen. In Sachsen-Anhalt sind nach Angaben der Regionaldirektion 4.394 Unternehmen verpflichtet, schwer behinderte Menschen zu beschäftigen. Allerdings zahlen 2.954, also mehr als zwei Drittel davon, eine Ausgleichsabgabe, weil sie ihrer Beschäftigungspflicht nicht oder nicht ausreichend nachkommen. (dpa)