Elternzeit

Wenn Männer Kind und Karriere miteinander vereinbaren wollen

Noch immer kümmern sich vor allem die Mütter um den Nachwuchs, wie Statistiken belegen. Väter, die mehr Zeit mit der Familie verbringen möchten, stoßen nicht selten auf Unverständnis - auch in Sachsen-Anhalt. Prominentes Beispiel: Stendals Landrat Patrick Puhlmann, dem die Elternzeit erst im zweiten Anlauf gewährt wurde. Wie er diese erlebt hat und warum es für ihn die richtige Entscheidung war.

Von Antonie Städter 02.10.2022, 08:00
Patrick Puhlmann (SPD), Landrat im Landkreis Stendal, hat zwei Monate Elternzeit in Teilzeit genommen.
Patrick Puhlmann (SPD), Landrat im Landkreis Stendal, hat zwei Monate Elternzeit in Teilzeit genommen. Foto: dpa

Halle/MZ - Es war diesen Sommer in Sachsen-Anhalt ein Diskussionsthema: Darf ein Landrat in Elternzeit gehen? Patrick Puhlmann, 39 Jahre alt und seit 2021 Vater einer Tochter, durfte. Doch zunächst hatte der Kreistag als Dienstvorgesetzter des Stendaler Landrats dessen Antrag abgelehnt. Erst in einer zweiten Abstimmung, nachdem der erste Beschluss nicht hinreichend begründet worden war, sorgte eine knappe Mehrheit dafür, dass Puhlmann für zwei Monate sein gut einjähriges Kind betreuen konnte. Wobei er gar nicht komplett ausgestiegen, sondern nur in Teilzeit gegangen ist, um sich dennoch um wichtige Anliegen im Job kümmern zu können.

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