Internes Gutachten

Internes Gutachten : Teure Verträge des Landessportbunds waren unzulässig

Magdeburg - Der Landessportbund Sachsen-Anhalt hat beim Einkauf von Strom und Gas gegen das Vergaberecht verstoßen. Zu diesem Urteil kommt der Landesrechnungshof. Er bestätigt damit einen internen Bericht des Landesverwaltungsamts, über den die Volksstimme berichtet hat. „Der Landessportbund hätte seine Energieverträge öffentlich ausschreiben müssen, hat es aber nicht getan. Das war ein Verstoß gegen Vergaberecht“, sagte Rechnungshof-Präsident Kay Barthel der MZ am ...

Von Hagen Eichler 17.04.2019, 08:44

Der Landessportbund Sachsen-Anhalt hat beim Einkauf von Strom und Gas gegen das Vergaberecht verstoßen. Zu diesem Urteil kommt der Landesrechnungshof. Er bestätigt damit einen internen Bericht des Landesverwaltungsamts, über den die Volksstimme berichtet hat. „Der Landessportbund hätte seine Energieverträge öffentlich ausschreiben müssen, hat es aber nicht getan. Das war ein Verstoß gegen Vergaberecht“, sagte Rechnungshof-Präsident Kay Barthel der MZ am Mittwoch.

Die MZ hatte im Juli 2018 aufgedeckt, dass der in Halle ansässige Landessportbund seine Energieverträge über einen Leipziger Dienstleister vergeben hat – und zwar freihändig, ohne öffentliche Ausschreibung. Dabei geht es um neun Strom- und fünf Gasabnahmestellen. Branchenexperten schätzen die Auftragssumme auf rund 300.000 Euro. Bei einer öffentlichen Ausschreibung hätte der Verband möglicherweise einen günstigeren Preis erzielen können.

Das Landesverwaltungsamt hat nun festgestellt, dass die freihändige Vergabe nicht zulässig war, da der Sportbund überwiegend aus öffentlichem Geld finanziert wird und sich daher an die gleichen Regeln halten muss wie ein öffentlicher Auftraggeber. Der Landessportbund bestreitet das weiterhin. Das Landesinnenministerium hat dem Finanzausschuss des Landtags angekündigt, bis zur nächsten Sitzung am 8. Mai selbst Stellung zu beziehen. (mz)