In mehreren Landkreisen

In mehreren Landkreisen: Corona-Mutationen in Sachsen-Anhalt angekommen

Halle (Saale) - Acht Menschen in Sachsen-Anhalt haben sich bisher nachweislich mit den bisher bekannten Mutationen des Coronavirus angesteckt. „Wir haben natürlich großen Respekt vor diesen Mutationen und beobachten das sehr genau“, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Beate Bröcker am Dienstag nach einer ...

In Sachsen-Anhalt wurden mehrere Corona-Infektionen mit Virus-Mutationen nachgewiesen. www.imago-images.de

Acht Menschen in Sachsen-Anhalt haben sich bisher nachweislich mit den bisher bekannten Mutationen des Coronavirus angesteckt. „Wir haben natürlich großen Respekt vor diesen Mutationen und beobachten das sehr genau“, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Beate Bröcker am Dienstag nach einer Kabinettssitzung.

Demnach sind drei Fälle der britischen Mutation in Magdeburg nachgewiesen worden und jeweils einer in den Landkreisen Stendal und Harz. In Halle sei außerdem bei zwei Menschen die südafrikanische Variante des Virus gefunden worden. Auch Wittenberg meldet einen Infektionsfall.

Bereits am Freitag vergangener Woche hatte der Landkreis Stendal von einem Mann aus Seehausen berichtet, bei dem eine Virus-Mutation festgestellt worden war. Anders als zunächst angegeben, handelte es sich aber nicht um die südafrikanische Variante, sondern um die britische. Für die Frau des Betroffenen stehe das endgültige Ergebnis noch aus, erklärte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Dienstag in Magdeburg.

Vor allem die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Variante gilt als besonders ansteckend und ist in dem Land inzwischen für den Großteil der Infektionen verantwortlich. Die minimal veränderten Viren nachzuweisen, ist kompliziert. Derzeit werden laut Bröcker in Sachsen-Anhalt dafür rund 3 Prozent der Proben per Gensequenzierung untersucht, das Land strebe eine Quote von 5 Prozent an. (mz/dpa)