Experten raten zur VorsichtExperten raten zur Vorsicht: Bislang 31 Tuberkulose-Fälle in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale) - In den ersten sechs Monaten des Jahres sind in Sachsen-Anhalt 31 Tuberkulose-Fälle registriert worden. Im gesamten Vorjahr gab es insgesamt 124 Infektionen, wie Andreas Gramatke vom Landesamt für Verbraucherschutz in Halle sagte. Das waren 41 weniger als ...

10.06.2020, 04:43

In den ersten sechs Monaten des Jahres sind in Sachsen-Anhalt 31 Tuberkulose-Fälle registriert worden. Im gesamten Vorjahr gab es insgesamt 124 Infektionen, wie Andreas Gramatke vom Landesamt für Verbraucherschutz in Halle sagte. Das waren 41 weniger als 2018.

Experten warnen vor Tuberkulose in Sachsen-Anhalt

Die meisten der bislang 31 Tuberkulose-Fälle wurden in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren verzeichnet, so Gramatke.
Trotz der vergleichsweise geringen Fallzahlen sei Tuberkulose ein wichtiges Thema, betonte Gramatke. Denn die Krankheit zählt laut Robert Koch-Institut (RKI) neben Malaria, HIV und Aids zu den weltweit am häufigsten aufgetretenen Infektionskrankheiten.

Laut RKI infiziert sich ein Drittel aller auf der Welt lebenden Menschen im Laufe des Lebens mit Tuberkulose. In Deutschland taucht Tuberkulose jedoch eher selten auf.

Tuberkulose-Patienten werden isoliert

In Sachsen-Anhalt ist Tuberkulose meldepflichtig. Trete die Krankheit auf, müssten sofort die notwendigen Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen eingeleitet werden, erklärte Gramatke. Dazu gehört unter anderem eine räumliche Isolierung der Patienten. Auch Mundschutz werde empfohlen. Abhängig vom Stadium wird Tuberkulose unterschiedlich behandelt - meist mit einer sechsmonatigen Therapie.

Übertragung durch Tröpfen oder Lebensmittel

Tuberkulose wird den Angaben zufolge meist über Tröpfchen in der Luft übertragen. Aber auch eine Ansteckung über den Verdauungstrakt - etwa wenn rohe Milch erkrankter Kühe getrunkene werde - oder über Hautverletzungen ist möglich. (dpa)