Magdeburg

Bei „Rot“ über die Ampel: Frau lässt bei Flucht ihr Kind im Parkhaus zurück

Ein Einsatzwagen der Polizei Sachsen-Anhalt steht mit Blaulicht in Magdeburg.
Ein Einsatzwagen der Polizei Sachsen-Anhalt steht mit Blaulicht in Magdeburg. (Foto: dpa/Symbol)

Magdeburg - Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdacht des schweren Diebstahls und Verletzung der Fürsorgepflicht sind die Bilanz einer missglückten Verkehrskontrolle in Magdeburg. Wie die Polizei mitteilte, wollten Beamte des Polizeireviers Magdeburg am Freitagnachmittag einen Pkw kontrollieren, der im Bereich der Ernst-Reuter-Allee bei „Rot“ über eine Ampel gefahren war.

Der Pkw-Fahrer wurde von den Beamten zum Anhalten aufgefordert, ignorierte die Signale jedoch. Er fuhr die Tiefgarage eines Einkaufscentrums, parkte dort und verschwand gemeinsam mit seiner Beifahrerin.

Beim Blick in das Fahrzeug stellten die Beamten fest, dass im Auto nach ein Kleinkind saß. Kurz darauf kam eine Frau zum Auto zurück, um sich um das Mädchen zu kümmern.

Der Fahrer ist der Polizei bekannt. Es handelt sich um einen 39-jährigen Mann aus Magdeburg, der bereits wegen Diebstahl und Betäubungsmitteldelikten aufgefallen war. Im gestohlenen Fahrzeug entdeckten die Beamten Einbruchswerkzeug. Das Auto wurde den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben.

Gegen den 39-Jährigen und seine 31-jährige Beifahrerin wurden Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des schweren Diebstahls und Verletzung der Fürsorgepflicht eingeleitet. Zudem wurde das Jugendamt informiert. (mz/ymü)