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"Brandbeschleuniger“ Corona: Sachsen-Anhalts Innenstadthändler verzeichnen Umsatzeinbußen

Von Max Hunger 13.10.2021, 20:24 • Aktualisiert: 13.10.2021, 20:26
Laut HDE-Konsummonitor ging der Umsatz der deutschen Modegeschäfte im ersten Halbjahr 2021 um rund die Hälfte im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit zurück.
Laut HDE-Konsummonitor ging der Umsatz der deutschen Modegeschäfte im ersten Halbjahr 2021 um rund die Hälfte im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit zurück. Foto: Silvio Kison/ Archiv

Halle - Sachsen-Anhalts Innenstädte stecken in der Krise: Nach Angaben des Handelsverbands (HDE) führen die Pandemie-Maßnahmen bei den Geschäften in den Fußgängerzonen im Land zu herben Umsatzeinbußen. Gleichzeitig werbe ihnen der Online-Handel schon seit Jahren Kunden ab, sagte Knut Bernsen, HDE-Hauptgeschäftsführer in Sachsen-Anhalt, der Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagsausgabe). Die Anti-Corona-Maßnahmen hätten eine zuvor angefachte Entwicklung noch verstärkt. „Corona ist wie ein Brandbeschleuniger.“

Laut HDE-Konsummonitor ging der Umsatz der deutschen Modegeschäfte im ersten Halbjahr 2021 um rund die Hälfte im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit zurück. Auch Schuhläden (minus 44 Prozent) und Spielwarenhändler (minus 37 Prozent) gehören zu den größten Verlierern der Pandemie. Größter Profiteur ist mit einem Umsatzplus von 53 Prozent der Online-Handel. Die Zahlen seien auf Sachsen-Anhalt übertragbar, so Bernsen. Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) drängt nun auf eine Neuausrichtung der Innenstädte. Es reiche nicht mehr aus, allein auf den Einkaufsbummel als Magneten zu setzen.