Zwischen Raßnitz und Lochau

Zwischen Raßnitz und Lochau: Tempolimit auf verschlammter Straße als Zwischenlösung

Raßnitz - Die Einwohner in der Elsteraue und Pendler, die regelmäßig auf der Landesstraße zwischen Raßnitz und Lochau unterwegs sind, werden sich wohl auch in der näheren Zukunft mit einer erhöhten Verschmutzung der Fahrbahn abfinden müssen. „Bis sich an dem schlechten Zustand der Fahrbahn etwas ändert, wird es wohl noch eine Weile dauern“, erklärte die Regionalbereichsleiterin Süd des Landesstraßenbaubetriebs, Petra ...

Von Michael Bertram 08.03.2016, 10:21

Die Einwohner in der Elsteraue und Pendler, die regelmäßig auf der Landesstraße zwischen Raßnitz und Lochau unterwegs sind, werden sich wohl auch in der näheren Zukunft mit einer erhöhten Verschmutzung der Fahrbahn abfinden müssen. „Bis sich an dem schlechten Zustand der Fahrbahn etwas ändert, wird es wohl noch eine Weile dauern“, erklärte die Regionalbereichsleiterin Süd des Landesstraßenbaubetriebs, Petra Witte.

Seit Wochen ist vor allem die Richtungsfahrbahn nach Lochau täglich mit einer zeitweise zentimeterdicken Schlammschicht überzogen. Ursache dafür sind die Lastwagen der an der Strecke angesiedelten Firma Papenburg, die den Schmutz verteilen. Nach der anhaltenden Kritik von vielen Seiten und einem ersten Bericht der MZ hat die Straßenbehörde reagiert und Warnschilder aufgestellt. Diese weisen die Verkehrsteilnehmer in dem betroffenen Abschnitt auf mögliche Gefahren durch die Verunreinigungen hin. Darüber hinaus wurde das Tempolimit von 100 auf 50 Stundenkilometer gesenkt.

Reinigung der Lastwagen

„Zweimal am Tag ist die Firma laut eigenen Angaben unterwegs, um die Straße zu reinigen, aber das ist noch zu wenig“, erklärt Witte die getroffenen Vorkehrungen. Allerdings: Die Behörde hat auf das Unternehmen nun auch den Druck erhöht und offensichtlich Gehör gefunden. Angeblich, so Witte, will Papenburg in den nächsten drei bis vier Wochen eine Vorrichtung zur Reinigung der Lastwagen auf dem Betriebsgelände errichten. „Das braucht aber seine Zeit und geht nun mal nicht von heute auf morgen“, betonte Witte und hofft auf das Verständnis von Autofahrern und Anwohnern, die von der Verschmutzung ebenfalls geplagt sind.

Bereits seit einigen Wochen sorgt die regelmäßige Schlammschicht auf der viel befahrenen Landesstraße für Ärger, auch bei der MZ beklagten sich Leser über den Zustand. Landesstraßenbaubehörde, Polizei, Gemeinde und Unternehmen vereinbarten bereits vor geraumer Zeit einen Vor-Ort-Termin, um über Lösungen zu sprechen.

In diesem Zuge machte die Landesstraßenbaubehörde aber auch deutlich, dass sie Ersatzvornahmen anordnen könne und die Reinigung dem Unternehmen in Rechnung gestellt werden könnte. „Bislang ist dahingehend aber nichts erfolgt“, sagte Witte. (mz)