Feuerdrama auf der A14

Unfall auf A14 bei Halle (Saale): Feuerdrama auf der A14: Lkw brennt aus - Zwei Autoinsassen tot geborgen

Halle (Saale) - Zwei Menschen verbrennen nach einem Unfall in ihrem Auto, sieben weitere werden verletzt. Ein kilometerlanger Stau zieht sich durch die Stadt.

Von Oliver Müller-Lorey 17.05.2017, 19:40

Was als  erster schöner Sommertag des Jahres begann, endete  für mehrere Autofahrer auf der Autobahn 14 in einer Katastrophe. Bei einem Unfall zwischen den Anschlussstellen Halle-Tornau und Peißen starben am Mittwoch zwei Menschen in ihrem Wagen. Sieben weitere Unfallbeteiligte wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Zunächst war die Polizei nur von drei Leichtverletzten ausgegangen.

Wie der Sprecher der Autobahnpolizei, Veit Raczek, berichtete, waren in den Unfall, der sich in Fahrtrichtung Dresden ereignete, ein Auto, ein Lastwagen und ein Kleintransporter  verwickelt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 61-jährige Fahrer des Lastwagens den Unfall verursacht hat. Wie genau es zu dem tödlichen Zusammenstoß kam, blieb am Mittwoch jedoch  unklar.

Der Unfall auf der A14 bei Halle-Tornau verursacht am Mittwoch eine Verkehrschaos in Richtung Dresden

Das Auto und der  Lkw, der Küchengeräte und Sportartikel geladen hatte, fingen sofort  Feuer und brannten vollständig  aus. Wie die Polizei weiter mitteilte, waren die beiden Toten Insassen des Autos, die sieben Verletzten waren mit dem Transporter unterwegs. Wie es dem Lastwagenfahrer geht, blieb unklar.

Um den Unfallhergang zu rekonstruieren, kam zwischenzeitlich  auch ein Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz, der Fotos von der Unfallstelle machte.  Schwierigkeiten boten sich den Polizisten insbesondere bei der Identifizierung der Leichen. Da ihr Auto vollständig ausbrannte, war die Spurenlage schwierig. Wer die Toten sind, stand deshalb auch am Mittwochabend nicht fest.

Laut Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßen-Baubehörde, befindet sich an der Unfallstelle keine Baustelle. Erst einige Kilometer weiter in Richtung Dresden, im Bereich der Anschlussstelle Peißen, werde gebaut. „Dort verdichtet sich manchmal schon der Verkehr“, so Langkammer. Daher stehen im Bereich der Unfallstelle auch schon Hinweisschilder, die Autofahrer auf die Baustelle bei Peißen aufmerksam machen. Fahrspur-Verengungen oder Baugeräte gebe es dort aber noch nicht.

Über Halle war am Nachmittag eine hunderte Meter hohe pechschwarze Rauchsäule zu sehen, während in der Stadt  kurz nach der Vollsperrung der Autobahn Richtung Dresden ein Verkehrschaos ausbrach. Autos wurden an der Ausfahrt Trotha von der Autobahn abgeleitet. Wichtige Ausweichstrecken wie die Trothaer Straße und die  Paracelsusstraße waren deshalb völlig überlastet. Auch Straßenbahnlinien im Norden von Halle waren betroffen. Die Sperrung dauerte am späten Abend noch an. (mz)