Kameras gegen Brandstifter

Nach Laubenbränden - „Alte Anlage“ in Lauchstädt ist jetzt videoüberwacht

Von Robert Briest
Laubenbrand in der Alten Anlage in Bad Lauchstädt
Laubenbrand in der Alten Anlage in Bad Lauchstädt (Foto: Thielmann/FFW Bad Lauchstädt)

Bad Lauchstädt/MZ - Die Goethestadt Bad Lauchstädt hat auf die neu aufgeflammte Brandserie in einer Kleingartensiedlung reagiert. Seit dem Wochenende wird die „Alte Anlage“ an der Merseburger Landstraße von Kameras überwacht, wie Bürgermeister Christian Runkel (CDU) bestätigte. „Es ist eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung.“ Die Kameratechnik sei von einer halleschen Firma geliehen. Dorthin werde auch das Signal übertragen.

Die „Alte Anlage“ steht seit Jahren teilweise leer. Runkel schätzte, dass zuletzt gut 40 bis 50 Gärten ungenutzt waren. Ein Teil der Lauben soll im Zuge anstehender Bauprojekte verschwinden. Die Stadt verhandelt derzeit mit der ASG Mücheln darüber, wann dies geschehen soll.

Anfang Juli brannte es erneut

Die verlassenen Lauben hatten seit dem Vorjahr allerdings auch immer wieder eine immense Anziehungskraft auf einen oder mehrere Feuerteufel ausgeübt. Regelmäßig mussten die Kameraden der Goethestadt dort nächtliche Brände löschen. Vor allem im vergangenen Frühjahr und Sommer, als sich nach Einschätzung der Ermittler zwei Brandstifter in Bad Lauchstädt und Schafstädt einen Wettstreit lieferten, häuften sich die Einsätze.

In den vergangenen Monaten war es ruhiger geworden, doch Ende Juni, Anfang Juli brannte es erneut. Deswegen entschied sich die Stadt laut Runkel nun zum Kameraeinsatz: „Der ist möglich, weil die Anlage kein öffentliches Gelände ist, sondern Vereinsgelände, das der Stadt gehört.“ Der Bürgermeister erhofft sich eine abschreckende Wirkung, denn bisher ist, anders als für einen Teil der Brände in Schafstädt, der Urheber der Lauchstädter Laubenbrände noch unbekannt. Im vergangenen Jahr geriet ein Feuerwehrmann ins Visier der Ermittler. Doch der Verdacht erhärtete sich zumindest nicht so weit, dass gegen ihn Anklage erhoben wurde. Auch eine von der Stadt ausgelobte Belohnung von mehreren Tausend Euro, brachte bisher noch nicht den entscheidenden Hinweis, wie Runkel berichtete.