Vom Harz ins Geiseltal

Midewa baut Trinkwasserleitung von Schafstädt nach Langeneichstädt

Die Midewa baut seit Mittwoch eine rund 3,9 Kilometer lange Verbindungsleitung für Trinkwasser von Schafstädt nach Langeneichstädt.

Von Von Diana Dünschel
Midewa-Geschäftsführer Uwe Störzner (Mitte) überließ Müchelns Bürgermeister Andreas Marggraf den symbolischen ersten Spatenstich der neuen Leitung, der hier mit dem Bagger erfolgte. Langeneichstädts Ortsbürgermeister Lutz Kloss (r.) hielt das Ereignis im Foto fest.
Midewa-Geschäftsführer Uwe Störzner (Mitte) überließ Müchelns Bürgermeister Andreas Marggraf den symbolischen ersten Spatenstich der neuen Leitung, der hier mit dem Bagger erfolgte. Langeneichstädts Ortsbürgermeister Lutz Kloss (r.) hielt das Ereignis im Foto fest. (Foto: Diana Dünschel)

Schafstädt/MZ - Zwischen Altweidenbach und Schafstädt fand Mittwoch der symbolische erste Spatenstich für den Bau einer neuen Verbindungsleitung für Trinkwasser der Midewa Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH statt. Sie führt künftig über 3,9 Kilometer nach Langeneichstädt. Dort und in Wünsch sollen die Einwohner ab Herbst mit weichem Fernwasser aus dem Harz versorgt werden, so das Ziel. Investiert werden dafür 460.000 Euro.

Midewa-Geschäftsführer Uwe Störzner sprach von einer zukunftsweisenden Maßnahme, die für gute Wasserqualität und Versorgungssicherheit in den beiden Ortsteilen der Stadt Mücheln sorge. Er erinnerte an den Verhandlungsbeginn 2019, an die Bürgerveranstaltungen und die positive Entscheidung des Stadtrates. Nachdem mit den vielen Grundstücksbesitzern der Flurstücke gesprochen wurde und alle Belange des Naturschutzes geklärt sind, könne nun gestartet werden.

„Wir sind froh und glücklich, dass es vorwärts geht“

„Wir sind froh und glücklich, dass es vorwärts geht“, erklärte Müchelns Bürgermeister Andreas Marggraf (parteilos). „Das ist ein großer Schritt für unsere Bevölkerung.“ Langeneichstädts Ortsbürgermeister Lutz Kloss (parteilos) erklärte: „Wir warten auf das neue Wasser.“ Denn daran hänge zum Beispiel die Nutzung der Hydranten, die bisher nicht über genügend Druck verfügen, durch die freiwillige Feuerwehr. Zudem habe die Midewa den Preis schon angeglichen. Nun erwarte man auch die Leistung.

Zwei Verfahren kommen beim Leitungsbau zur Anwendung, erklärte Daniel Müller, technischer Leiter der Midewa-Niederlassung Saale-Weiße Elster. Beim Spülbohrverfahren unterquere man zuerst die Landesstraße zwischen Altweidenbach und Schafstädt und später Gräben sowie eine weitere größere Leitung.

„Wasser marsch“

Auf drei Kilometer Länge werde die Leitung zirka 1,50 Meter tief eingepflügt, nachdem die einzelnen Stücke zusammengeschweißt wurden. Dafür seien 350 Schweißnähte erforderlich. Die Baustelle verläuft ihm zufolge erst südöstlich übers Feld und dann entlang der Landesstraße zwischen Schafstädt und Langeneichstädt bis zum Ortsausgang Langeneichstädt in Richtung Wünsch.

Ist die fertige Leitung dann gereinigt und desinfiziert und der Druck geprüft, kann es „Wasser marsch“ heißen. Das kühle Nass hat dann statt jetzt 24 nur noch vier Grad Wasserhärte und einen deutlich geringeren Sulfatanteil, sagte Uwe Störzner.