Ziel: Alles an einem Ort

Langeneichstädter Schützen planen eine weitere Schießsportanlage

Die Langeneichstädter Schützen planen eine weitere Schießsportanlage zur Komplettierung des Angebots. Welche Hürde dabei noch genommen werden muss.

Von Diana Dünschel
Der Schützenverein Langeneichstädt plant den Anbau einer Röhrenschießanlage an sein Domizil (rechts direkt an die Außenwand).
Der Schützenverein Langeneichstädt plant den Anbau einer Röhrenschießanlage an sein Domizil (rechts direkt an die Außenwand). (Foto: Harald Noack)

Langeneichstädt/MZ - Der Schützenverein Langeneichstädt plant eine große Investition. Erstmals seit mehr als 20 Jahren soll wieder eine neue Schießsportanlage gebaut werden. Konkret geht es um eine Zwei-Bahnen-Röhrenschießanlage für den Langwaffenbereich auf 50-Meter-Distanz. Rund 100.000 Euro wird der geplante Anbau an das Vereinsdomizil im Römischen Rain kosten. Neben den nötigen Eigenmitteln wurde vor wenigen Tagen eine große Hürde auf dem Weg dorthin genommen. Lotto-Toto hat Fördermittel bewilligt. Jetzt fehlt den Schützen nur noch die Fördermittelzusage des Landes.

„Mit unseren Schießsportanlagen sind wir ein Treffpunkt für Jung und Alt“, sagt Vereinsvorsitzender Harald Noack. Von Januar bis Dezember sei praktisch immer etwas los. Bis zu 15 Pokalwettbewerbe veranstalte man pro Jahr. Als nächstes sei zum Beispiel ein vereinsinternes Herbstfest vorgesehen. „Nachhaltig ist unser Wirken jede Woche durch das Training. Bis zu 20 Schießsportler treffen sich an den Wochenenden bei uns. Wir sehen die Notwendigkeit des Neubaus einer Zwei-Bahnen-Röhrenschießanlage, um die Einzelanlagen zu komplettieren. So geben wir den Sportschützen die Möglichkeit, am Standort Langeneichstädt zu bleiben.“ Bisher müssten die Schützen für das Schießen mit dem Großkalibergewehr auf andere Sportanlagen ausweichen und nach Naumburg, Bottendorf oder Esperstedt fahren und dort für die Nutzung Gebühren bezahlen.

„Ortschaftsrat und Stadtrat haben für die Maßnahme bereits grünes Licht gegeben“

Bereits seit fast fünf Jahren plane man die neue Anlage schon, sagt der Langeneichstädter weiter. Aufgrund der Pandemie habe sich alles verzögert. Doch nun könne hoffentlich 2022 die Fertigstellung erfolgen. Der 74-Jährige zeigt Fotos und Baupläne und erzählt, das Vorbild dieser Anlage stehe im Harz. Die Schützen würden viel von der Baumaßnahme in Eigenleistung erbringen. Die Röhren mit einem Durchmesser von 1,20 Meter würden aus Lärmschutzgründen unter die Erde gelegt. Der Zugang solle behindertengerecht werden. „Ortschaftsrat und Stadtrat haben für die Maßnahme bereits grünes Licht gegeben“, informiert Ortsbürgermeister Lutz Kloss (parteilos).

Bisher verfügt der Schützenverein Langeneichstädt mit seinen aktuell 56 Mitgliedern über eine 50 Meter Sechs-Bahnen-Kleinkaliber-Schießsportanlage von 1960, eine fünf Bahnen umfassende 25-Meter-Raumschießanlage mit bis 1.500 Joule Bewegungsenergie von 1997 und eine zwei Bahnen umfassende Zehn-Meter-Luftgewehrschießanlage von 1999. „Allein durch die Raumschießanlage haben wir es geschafft, dass drei Mann von uns an Deutschen Meisterschaften teilnehmen konnten, was für einen kleinen Verein wie uns ein großer Erfolg ist“, sagt Harald Noack.

Er sieht im Projekt gleichzeitig einen gelungenen Abschluss nach 31 Jahren als Vereinsvorsitzender und sucht einen Nachfolger.