Bühne für ländlichen Raum

Langeneichstädt gewinnt Titel „Unser Dorf hat Zukunft“: Was für die Bewertungskommission ausschlaggebend war

Langeneichstädt siegt bei „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Saalekreis-Ebene. Was für die Bewertungskommission letztlich ausschlaggebend ist.

Von Diana Dünschel 21.10.2021, 11:00
Langeneichstädts Ortsbürgermeister Lutz Kloss (parteilos, 2.v.r.) freute sich über den ersten Platz beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Landrat Hartmut Handschak (2.v.l.) überreichte die Urkunde.
Langeneichstädts Ortsbürgermeister Lutz Kloss (parteilos, 2.v.r.) freute sich über den ersten Platz beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Landrat Hartmut Handschak (2.v.l.) überreichte die Urkunde. Foto: Diana Dünschel

Merseburg/MZ - Langeneichstädt folgt Brachwitz als Sieger des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Der Müchelner Ortsteil überzeugte die Jury vor allem durch seine Aktionsgruppe, die für die Teilnahme extra gegründet wurde. Seitdem beeinflusst sie das Gemeindeleben vielfältig mit ihrem Engagement.

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Langeneichstädt gegen Krumpa, Beuna, Röglitz und Sietzsch

Für den 1. Platz erhielt Langeneichstädt Montagnachmittag bei einer Festveranstaltung im „ben zi bena“ in Merseburg ein Preisgeld in Höhe von 1.100 Euro plus 700 Euro Anerkennung vom Wirtschaftsministerium, die übrigens an alle beteiligten Orte floss. Nun vertritt Langeneichstädt den Saalekreis 2022, wenn auf Landesebene das Dorf mit Zukunft gesucht wird. Das Ziel gab Ortsbürgermeister Lutz Kloss (parteilos) am Montag schon aus: „Wir wollen auch dort Erster werden.“

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ findet zum elften Mal statt. Er wird eigentlich alle drei Jahre ausgetragen, ging aber gerade coronabedingt mit einem Jahr Verspätung über die Bühne. Zunächst hatten sich sechs Bewerber aus dem Saalekreis angemeldet. Dann zog Höhnstedt seine Kandidatur zurück. So konkurrierten nun Langeneichstädt, Krumpa, Beuna, Röglitz und Sietzsch.

Bewertet wurden ihre Entwicklungskonzepte, die wirtschaftlichen Aktivitäten, das soziale und kulturelle Leben sowie die Gestaltung und Entwicklung von Bau- und Grünflächen. Juryvorsitzender Andreas Schneider von der Kreis-Wirtschaftsförderung fand für jeden Ort anerkennende Worte und sah mit den anderen Mitgliedern der Kommission letztlich Krumpa auf Platz vier, Röglitz und Beuna auf Platz drei sowie Sietzsch auf Platz zwei.

80 Prozent der Sachsen-Anhalter leben im ländlichen Raum

Landrat Hartmut Handschak (parteilos) betonte in seiner Rede, ländliches Leben heiße aktive Vereine und ehrenamtliches Engagement. „Das ist wichtig und wertvoll, das muss man fördern.“ Es gehe darum, gleichwertige Lebensverhältnisse wie in der Stadt zu schaffen. Beim Wettbewerb hätten die Dörfer Gelegenheit, zu zeigen, was sie zu bieten haben.

„Und davon haben dann alle was.“ Das unterstrich Ulf Wöckener, Referatsleiter für Integrierte Ländliche Entwicklung beim Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten. 80 Prozent der Sachsen-Anhalter leben im ländlichen Raum, sagte er. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sei wie eine Bühne, auf der man seine guten Ideen weitergeben könne. „Wir sind richtig happy“, freute sich Lutz Kloss. „Es war doch sehr anstrengend. Wir haben viel aus dem Boden gestampft. Und wir werden weitermachen.“