Landesstraße in Lochau

Landesstraße in Lochau: Dreck bremst wieder den Verkehr aus

Lochau - Schlamm auf Landesstraße in Lochau sorgt für Frust. Behörde will Problemstelle verstärkt überprüfen.

Von Michael Bertram 02.03.2017, 13:00

Alle Jahre wieder - regt sich im Schkopauer Ortsteil Lochau der Ärger. Anlass dazu gibt die Landesstraße 170, die mitten durch den Ort führt und wie schon im vergangenen Jahr aktuell wieder mit einem Schmutzproblem zu kämpfen hat. Tagesabhängig mal mehr, mal auch weniger Schlamm liegt dann auf dem Asphalt, der nicht nur in den Ort getragen wird, sondern aufgrund der Rutschgefahr auch zu einem Sicherheitsrisiko werden kann. Aus diesem Grund gilt derzeit auf dem Abschnitt zwischen Raßnitz und Lochau Tempo 50, wo Autofahrer die Straße eigentlich mit 100 Kilometern pro Stunde entlangfahren könnten.

Lastwagen der Firma Papenburg tragen die dicke Schlammschicht auf die Straße

Genau zwischen den beiden Orten sitzt auch der Verursacher des Drecks: Lastwagen der Firma Papenburg tragen die dicke Schlammschicht auf die Straße, wenn sie das dortige Betriebsgelände verlassen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, sagte sich deshalb bereits im vergangenen Jahr Vertreter der Gemeinde Schkopau, des Landesstraßenbaubetriebs und der Polizei unter anderem bei einem Vor-Ort-Termin. Dem Unternehmen wurde damals zur Auflage gemacht, dass die Lastwagen-Räder gereinigt werden müssen, bevor sie das Betriebsgelände verlassen, um zu verhindern, dass großflächig Schlamm auf der vielbefahrenen Landesstraße verteilt wird.

Wird Straßenmeisterei mit der Beobachtung der Lage beauftragt?

Wie das passieren sollte, blieb dem Betrieb überlassen, dem bei Zuwiderhandlung aber auch eine Reinigung der Straße in Rechnung gestellt werden hätte können. „Wir haben bemerkt, dass es in den vergangenen Wochen wieder vermehrt zu einer Verschmutzung gekommen ist“, sagt Schkopaus Bürgermeister Andrej Haufe (CDU). Er verwies jedoch bei der Frage nach der Zuständigkeit an die Landesstraßenbaubehörde, die für die Unterhaltung der L-Straßen zuständig ist. Petra Witte, Leiterin des Bereichs Süd, ist mit dem Problem vertraut. Sie ist jedoch auch der Ansicht, dass sich die Verschmutzungen verringert hätten, seit die Reinigung der Lastwagen auferlegt worden ist. „Wir haben die Angelegenheit allerdings weiterhin im Blick und werden sofort reagieren, falls sich die Situation gravierender darstellt“, erklärt sie. Sie bot an, die Straßenmeisterei mit der Beobachtung der Lage zu beauftragen, um notfalls rechtzeitig eingreifen zu können.

Schon im vergangenen Frühjahr hatte die betroffene Firma die Verschmutzung der Straße bedauert und auf eigene Bemühungen zur Reinigung verwiesen. Demnach hatte eine Kehrmaschine die Landesstraße vor Betriebsschluss gereinigt, so dass diese zumindest bis zum Morgen problemlos befahren werden konnte. (mz)