Kinderförderungsgesetz

Kinderförderungsgesetz: Land gibt mehr Geld für die Kinderbetreuung

Merseburg - Die Kommunen sollen mehr Geld für die Kinderbetreuung erhalten und so entlastet werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde von der Regierungskoalition am Donnerstag in den Landtag eingebracht. Demnach sollen die Städte und Gemeinden höhere Platzpauschalen vom Land bekommen und das rückwirkend zum 1. Januar dieses ...

03.06.2016, 13:51

Die Kommunen sollen mehr Geld für die Kinderbetreuung erhalten und so entlastet werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde von der Regierungskoalition am Donnerstag in den Landtag eingebracht. Demnach sollen die Städte und Gemeinden höhere Platzpauschalen vom Land bekommen und das rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres.

Das wirkt sich auch auf den Saalekreis aus. Die Kommunen und Gemeinden erhalten insgesamt 2,2 Millionen Euro. Der Löwenanteil geht nach Merseburg mit rund 393.000 Euro, am wenigsten erhält dagegen das Weida-Land mit über 81.000 Euro. Dazwischen reihen sich die anderen Gemeinden ein.

Der hallesche Landtagsabgeordnete Andreas Schmidt (SPD) hofft, dass die Kommunen nun mit die Erhöhung von Elternbeiträgen aussetzen. „Wir lösen damit eine zentrales Versprechen an Kommunen und Eltern ein, weil wir drastische Erhöhungen der Elternbeiträge verhindern wollen. Wir werden sicherstellen, dass die Kinderbetreuung für die Eltern bezahlbar bleibt. Deshalb gilt meine herzliche Bitte den Städten und Gemeinden im Saalekreis, jetzt nicht überhastet die Elternbeiträge zu erhöhen, sondern zunächst die rückwirkenden Entlastungen durch das Landesgeld abzuwarten.“

Insgesamt fließen mit dem Gesetzesentwurf 21 Millionen Euro zusätzlich in die Kinderbetreuung in Sachsen-Anhalt. (mz/mva)