Gefährliche Giftpflanze

Gefährliche Giftpflanze in Schkopau: Sorgen in Ermlitz wegen Riesenbärenklau

Ermlitz - Ein MZ-Leser macht sich Sorgen wie mehreren Pflanzen des Riesenbärenklaus im Schackethal in Ermlitz.

Von Michael Bertram 27.06.2018, 07:22

Droht im Saalekreis ein Problem mit gefährlichen invasiven Pflanzen? Ein MZ-Leser hat die Redaktion auf mehrere Pflanzen des Riesenbärenklaus aufmerksam gemacht, die an einem Wegesrand im Schkopauer Ortsteil Ermlitz wuchern sollen. Im Gespräch erklärte der Mann, dass er die Gemeinde auf das Problem aufmerksam gemacht hätte und forderte von dieser die schnelle Beseitigung. „Besonders gefährlich ist zudem der Standort der Pflanzen“, meint der Leser.

Riesenbärenklau im Schackethal: Diese Verletzungen drohen bei Haukontakt

Diese gedeihen im so genannten Schackenthal, direkt an der Zufahrt zum Sportplatz in Ermlitz, nur wenige Meter neben dem Weg. „Nicht auszumalen, wenn dort Kinder eine Abkürzung durch das Schackenthal nehmen und dabei die Pflanzen streifen und sich daran verletzen.“

Inhaltsstoffe des Riesenbärenklaus können sogenannte phototoxische Reaktionen auf der Haut des Menschen auslösen. Es entstehen Rötungen, Entzündungen und im schlimmsten Fall sogar Blasen.

Riesenbärenklau in Ermlitz: Gemeinde sind bei schneller Beseitigung die Hände gebunden

Die MZ hat bei der Gemeinde nachgefragt. Dort zeigte man sich zunächst überrascht. Die Meldung aus dem Ort war im Ordnungsamt unbekannt. „Wir werden der Sache aber auf den Grund gehen“, sagte Amtsleiter Wolfgang Schmidt. Die Überprüfung sei inzwischen abgeschlossen. Herauskam, dass die Pflanzen auf einer Fläche stehen, in der die Besitzverhältnisse nicht klar geregelt sind.

„Ein Privateigentümer und die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH sind dort in Abstimmung“, sagte Schmidt. Der Gemeinde war mit Blick auf eine schnelle Beseitigung zunächst die Hände gebunden. Wie der Amtsleiter weiter sagte, wurde der Eigentümer jedoch aufgefordert, zu handeln und den Riesenbärenklau schnellstmöglich zu beseitigen. Zumindest bis zum vergangenen Sonntag war vor Ort jedoch nichts passiert.

Im gesamten Kreisgebiet soll der Riesenbärenklau Stand 2017 kein größeres Problem darstellen. Aggressive Neophyten werden durch die Umweltbehörde jedoch intensiv beobachtet, wie es hieß. (mz)