Armin Willingmann vor Ort

Ein emotionaler Minister-Besuch am Gradierwerk in Bad Dürrenberg

Der scheidende Wirtschaftsminister Armin Willingmann besichtigt das mit Landesfördermitteln bald fertiggestellte Gradierwerk-Querstück.

Von Diana Dünschel
Dieses über 130 Meter lange Teilstück des Gradierwerks Bad Dürrenberg wird aktuell neu aufgebaut. Dafür gab das Land fast zwei Millionen Euro.
Dieses über 130 Meter lange Teilstück des Gradierwerks Bad Dürrenberg wird aktuell neu aufgebaut. Dafür gab das Land fast zwei Millionen Euro. (Foto: K. Sieler)

Bad Dürrenberg/MZ - Im Jahr 2019 überreichte Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Armin Willingmann (SPD) der Solestadt Bad Dürrenberg einen 1,9 Millionen Euro umfassenden Fördermittelbescheid für den Neuaufbau eines circa 131 Meter langen Teilstückes des Gradierwerks. Zwei Jahre später ist das längste zusammenhängende noch funktionierende Gradierwerk Deutschlands fast wieder komplett. Diesen bedeutenden Schritt auch mit Blick auf die Landesgartenschau 2023 nutzten Bürgermeister Christoph Schulze (CDU) und Laga-Geschäftsführer Michael Steinland, um Armin Willingmann am Montag erneut einzuladen und ihm die Fortschritte zu präsentieren. Es war einer der letzten Termine des Politikers in diesem Amt. Denn in der neuen Landesregierung soll Armin Willingmann künftig das Ressort für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt führen.

„Wir sind zwar nur auf dem Weg der Fertigstellung“, sagte das Stadtoberhaupt aus diesem Anlass. „Aber wir möchten für ihr persönliches Engagement Danke sagen.“ Das sei ihm ein besonders lieber Termin an einem lieben Ort, entgegnete der Gast aus Magdeburg. „Denn Bad Dürrenberg, die Laga und das Gradierwerk sind etwas, das mich emotional besonders angesprochen hat.“ Die Förderung sei gut investiertes Geld, und die Laga werde sicher ein grandioser Erfolg. „Man kann da nur optimistisch nach vorne schauen.“ Bad Dürrenberg werde weiter nicht zu kurz kommen, was Förderung betreffe. Das hörte Christoph Schulze sicher gern.

„Die Förderung ist ein deutliches Zeichen für die Region“

Für alle Fälle unterstrich auch der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Bommersbach noch einmal die Wichtigkeit des Projekts. „Die Förderung ist ein deutliches Zeichen für die Region. Wir wollen das Gradierwerk, und wir wollen die Laga zu einem Erfolg machen.“ Das Gesamtkonzept sei stimmig, und der Bürgermeister setze es mit Herzblut um. Auch Michael Steinland betonte die überregionale Bedeutung des Gradierwerks. „Das gibt uns die Möglichkeit für ein wunderbares Angebot“, sagte der Laga-Geschäftsführer.

Minister Willingmann stieg für die Besichtigung in luftige Höhe.
Minister Willingmann stieg für die Besichtigung in luftige Höhe.
(Foto: D. Dünschel)

Bei der Besichtigung der Gradierwerk-Baustelle ging es dann für den Minister hoch hinauf, wo es nicht nur das Gradierwerk aus einem besonderen Blickwinkel zu bestaunen gab, sondern auch der benachbarte Chemiestandort Leuna gut zu erkennen war. Bei allem Sinn für das Schöne wurden dort oben aber auch Probleme der Stadt angesprochen. Architekt Hans-Norbert Mertens erklärte Armin Willingmann, dass es bei der Lieferung des benötigten Holzes zu Verzögerungen und einer aktuellen Kostensteigerung von 300 Prozent gekommen ist und weitere Mittel benötigt werden.

Die Erneuerung der Holzkonstruktion sowie der querliegenden Schwarzdornbündel auf dem zehn Meter breiten und 13,40 Meter hohen Teilstück des Gradierwerks sollte ursprünglich rund 2,15 Millionen Euro kosten. Der geplante Eigenanteil der Stadt von etwa 200.000 Euro ist durch Spenden finanziert. Das alte Querstück wurde 2019 abgerissen. 2020 begann der Wiederaufbau. Die Fertigstellung ist nun für das Frühjahr 2022 geplant.