Vermeintliche Dachdecker

Dachpappe und Asbest - Umweltamt warnt vor unseriösen Geschäften

Umweltamt bittet um Mithilfe und Achtsamkeit.

11.10.2021, 08:50
Dachdecker bei der Arbeit - Symbolbild
Dachdecker bei der Arbeit - Symbolbild (Foto: Stefan Puchner/dpa)

Merseburg/Querfurt/MZ - Aufgrund vermehrter illegaler Ablagerungen von Dachpappe und Asbest im Landkreis bittet das Umweltamt um Mithilfe und Achtsamkeit. Darüber informiert die Stadt Querfurt auf ihrer Internetseite. Wie es in der dort veröffentlichten Mitteilung der Behörde heißt, stammen diese Abfälle größtenteils von unseriösen Dachdeckerfirmen, welche von Tür zu Tür im Landkreis ziehen und ihre Dienste anbieten.

Vermeintliche Dachdecker

Das Vorgehen der Firmen wird wie folgt geschildert: Die vermeintlichen Dachdecker entdecken angebliche Schäden an Dachrinnen und Dächern und bieten ihre Dienste an. Sie wollen sofort anfangen. Der Angebotspreis sei meist niedrig. „Wenn die Arbeiten aber beendet sind, wollen die ’Dachdecker’ einen erheblich höheren Preis als vereinbart und werden aggressiv, wenn nicht sofort gezahlt wird. Gerade ältere Menschen werden dadurch sehr eingeschüchtert und zahlen den geforderten Betrag“, berichtet das Umweltamt. Durch die Firmen würden meist keine Rechnungen ausgestellt, die Arbeiten zudem in minderwertiger Qualität durchgeführt.

„Sollten solche Firmen bei Ihnen klingeln, lassen Sie sich nicht auf die dubiosen Geschäfte ein“, appelliert die Landkreis-Behörde an die Bürger. Man sollte sich ein Angebot vorlegen lassen, jedoch nicht sofort entscheiden, sondern in Ruhe. „Es ist immer empfehlenswert, die angebotenen Leistungen zunächst mit Angeboten anderer Firmen zu vergleichen.“ Weiter heißt es: „Lassen Sie sich nicht überrumpeln. Rufen Sie bei Bedarf die Polizei. Notieren Sie sich bei Verdacht auf Betrug die Fahrzeugkennzeichen und machen Sie wenn möglich für die spätere Beweisführung Fotos. Holen Sie sich Hilfe aus der Nachbarschaft.“

Unseriöse Firmen

Die unseriösen Firmen bieten ihre Hilfe auch bei der Entsorgung der Abfälle vom Dach an. Hier falle das Asbest und die Dachpappe an, welche dann illegal in der Landschaft entsorgt wird, so das Umweltamt und weist darauf hin, dass es die Auftraggeber sind, die in der Pflicht stehen, dafür Sorge zu tragen, dass die Entsorgung der Abfälle ordnungsgemäß durchgeführt wird.

„Bei Verstößen drohen Bußgelder oder sogar eine Strafanzeige.“ Auf Verlangen seien dem Umweltamt die Entsorgungsbelege vorzulegen. Bei seriösen Firmen erhalte man eine Rechnung und die Entsorgungsbelege. Die Kosten für das Beräumen der illegalen Ablagerungen tragen die Abfallgebührenzahler, also jeder Einwohner des Landkreises Saalekreis.

Für Hinweise wenden Sie sich an das Umweltamt unter der Telefonnummer 03461/40 14 12 oder an die Polizei.