Kooperationsvertrag

Alle für die Laga, die Laga für alle - Bad Dürrenberg hat neue Partner

Bad Dürrenberg hat neue Partner, um die Schau 2023 zu vermarkten. Auch das Umland soll so profitieren.

Von Robert Briest
Die drei Vertragsparteien mit der frischen Kooperation
Die drei Vertragsparteien mit der frischen Kooperation (Foto: R. Briest)

Bad Dürrenberg/MZ - Michael Steinland hatte, wie er sagt, einen seiner Lieblingsorte des künftigen Landesgartenschaugeländes ausgesucht, um am Donnerstagvormittag öffentlichkeitswirksam einen Vertrag mit zwei wichtigen Kooperationspartnern zu unterzeichnen. Der Geschäftsführer der Laga GmbH stand mit Thomas Einsfelder, dem Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) und Lydia Seiler, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Gartenträume“ an metallisch in der Sonne glänzenden Stehtischen im Amtsberggarten.

Das terrassierte Areal unterhalb des Kurparks am Ufer der Saale, das einst zum Salzamt gehörte, sei so etwas wie die Keimzelle der späteren Kuranlagen und des Kurparks gewesen, pries der ebenfalls anwesende Bürgermeister Christoph Schulze (CDU).

Werbung in 50 Parks

Die Historie soll nach den Vorstellungen von IMG-Chef Einsfelder ein Punkt sein, mit dem seine Gesellschaft die Laga und deren Austragungsort Bad Dürrenberg in zwei Jahren vermarkten will. Er verwies auf das Tausende Jahre alte Grab der Schamanin, die Tradition der Solegewinnung und den ersten Eisenbahntunnel Deutschlands von 1837 in Bad Dürrenberg. Vermarktung, vor allem im Hinblick auf Touristen, ist der Hauptgrund, warum die drei Partner den Kooperationsvertrag geschlossen haben. „Allein dadurch, dass jeder Besucher, der 2023 in einen der 50 Parks, die den Gartenträumen in Sachsen-Anhalt angehören, dort Informationen zu unserer Laga erhält, können wir gezielt ein sehr Laga-affines Publikum ansprechen“, erklärte Steinland den Nutzen.

Christoph Schulze Bürgermeister Bad Dürrenberg
Christoph Schulze Bürgermeister Bad Dürrenberg
(Foto: Katrin Sieler)

Einsfelder hat dagegen stärker das Land im Blick. Mit der Landesgartenschau habe man ein Ankerevent, um mögliche Gäste auf Sachsen-Anhalt aufmerksam zu machen. „In der Tourismusvermarktung geht es nun darum, die Leute auch für die Angebote um Bad Dürrenberg herum zu interessieren.“ Dabei seien die Gartenträume ein wichtiger Partner.

Amtsberggarten wird saniert

Zu deren Mitgliedern zählt nicht nur das überregional bekannte Dessau-Wörlitzer Gartenreich, sondern auch Ziele ganz in der Nähe, wie Mücheln, Merseburg, Bad Lauchstädt. Vereinsvize Seiler hofft daher, dass künftige Laga-Gäste ein, zwei Nächte in der Region übernachten werden, um auch diese zu besuchen, so dass andere Orte vom Dürrenberger Großereignis mitprofitieren. Dafür soll von nun an in den Publikationen der Landesgartenschau für die übrigen 50 Standorte der Gartenträume geworben werden.

Bis die Schau startet, muss allerdings am Ort der Vertragsunterzeichnung noch einiges geschehen. Ein Baugrundgutachten hatte den malerischen Natursteinmauern, die die Terrassen des Amtsberggartens bilden, mangelnde Standfestigkeit attestiert. Sie müssen also noch vor 2023 saniert werden, sonst, so betonte Schulze, müsste man das Areal sperren. Der Bürgermeister zeigte sich allerdings guter Dinge, dass die Finanzierung des 2,5 Millionen Euro teuren Vorhabens gelingt. Das Land habe die Fördermittel dafür in Ausschicht gestellt: „Wir hoffen jetzt, dass ein vorzeitiger Maßnahmebeginn genehmigt wird.“ Also, dass die Arbeiten beginnen dürfen, bevor das Geld da ist.

Von den Millionen sollen jedoch nicht nur die Mauern ertüchtigt werden, sondern auch die Treppe hinauf zum Kurpark. Zudem soll eine barrierefreie Verbindung entstehen. Hauptattraktion des Amtsberggartens soll künftig ein Spielplatz zum Thema Obst werden. Außerdem sind Sitzgelegenheiten geplant und die erste Terrassenebene soll wieder zugänglich werden.