„Vielfalt erhalten“

„Vielfalt erhalten“: Warum ein Gaskonzern mitteldeutsche Start-ups unterstützen will

Leipzig - Auch der Leipziger Gaskonzern VNG und das Start-up-Netzwerk „Smart Infrastructure Hub Leipzig“ haben die private Hilfsinitiative gegründet. Sie trägt den Namen Re-Start und soll kleine Unternehmen und Start-ups ...

Von Steffen Höhne 23.06.2020, 08:00

Auch der Leipziger Gaskonzern VNG und das Start-up-Netzwerk „Smart Infrastructure Hub Leipzig“ haben die private Hilfsinitiative gegründet. Sie trägt den Namen Re-Start und soll kleine Unternehmen und Start-ups helfen.

Begünstigte erhalten eine Hilfe von 2.000 bis 4.000 Euro, kündigt VNG-Finanzvorstand Bodo Rodestock an. Das Unternehmen hat dafür 40.000 Euro in einen Topf geworfen. Das heißt, zunächst können zehn bis 20 Firmen unterstützt werden. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni.

Hilfsinitiative für mitteldeutsche Firmen gestartet

„Mit der Hilfsinitiative wollen wir zum Erhalt der wirtschaftlichen Vielfalt in unserer Region beitragen“, sagt Rodestock. Bewerben können sich Vertreter aus den Bereichen Medien, Bildung, Einzelhandel, Gastronomie, Event, Freizeit, Mobilität und Gesundheit, die in Folge der Corona-Krise Schäden erlitten haben. Der Firmensitz muss in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen sein.

Eine Jury, in der unter anderem auch Gewerkschaftsmitglieder sitzen, soll die Auswahl treffen. Die Hürden wurden laut Initiatoren bewusst niedrig gehalten. Bewerben kann sich ein privater Lehrer genauso wie ein Start-up. Gerade Gründer seien durch die Entwicklungen in den vergangenen Monaten vor teilweise existenzbedrohende Probleme gestellt worden, sagt Eric Weber, Mitgründer des „Smart Infrastructure Hub Leipzig“. „Hier möchten wir ansetzen und einen kleinen Beitrag leisten.“

Deutschlandweit Hilfsangebote für Corona-Geschädigte

Deutschlandweit gibt es inzwischen eine Vielzahl von privaten Initiativen, die Geschädigten finanziell unter die Arme greifen. Sehr häufig werden Künstler unterstützt. Eine der größten Initiativen ist „We Kick Corona“, welche die Fußball-Stars Leon Goretzka und Joshua Kimmich vom 1. FC Bayern München bereits Mitte März gegründet haben.

Sie spendeten zum Start gemeinsam eine Million Euro. Bis jetzt beteiligten sich 3.700 weitere Groß- und Kleinspender an dem Projekt. Den Angaben zufolge wurden bis Anfang Juni bereits fünf Millionen Euro eingesammelt und 400 Projekte unterstützt.

Unterstützer gesucht

Auch die Macher von Re-Start hoffen darauf, dass sich andere Unternehmen an dem Projekt noch beteiligen und so die finanziellen Hilfsmittel aufgestockt werden können. „Jede Art von Hilfe ist für die Betroffenen extrem wertvoll. Insofern würden wir es sehr begrüßen, wenn sich weitere Unterstützer anschließen könnten“, betont Rodestock. (mz)

››Mehr Infos zu der Förderinitiative: re-start.jetzt