Wo ist der seit März vermisste Kanusportler?

Taucher suchen weiterhin nach totem Mann im Cospudener See

Ein Boot der Polzei auf dem Cospudener See. Ein Taucher hatte am Sonntag  eine leblose Person am Grund des Gewässers entdeckt.
Ein Boot der Polzei auf dem Cospudener See. Ein Taucher hatte am Sonntag eine leblose Person am Grund des Gewässers entdeckt. (Foto: dpa)

Leipzig/dpa - Die Polizei hat am Freitag die Suche nach einem Toten im Cospudener See bei Leipzig fortgesetzt. Abhängig vom Wetter waren mehrere Tauchgänge geplant, wie Polizeisprecher Chris Graupner sagte. Dabei sollten auch wieder die Hobbytaucher mit ins Wasser gehen, die am vorigen Sonntag die Leiche in etwa 30 Metern Tiefe gesichtet hatten.

Bereits am Sonntag und am Donnerstag war gezielt nach der Leiche gesucht worden. Gefunden wurde aber jeweils nichts. Die Suche ist laut Polizei schwierig, weil die Taucher in der Tiefe jeweils nur 15 bis 20 Minuten unten bleiben könnten. Das regnerische Wetter am Freitag sei dagegen kein Problem gewesen. Nur bei Gewitter müsse die Suche abgebrochen werden.

Am vergangenen Sonntag hatte ein Hobbytaucher aus Westdeutschland in etwa 30 Metern Tiefe einen Toten gesichtet.Am Donnerstag habe der Hobbytaucher nun gemeinsam mit zwei Bekannten erneut nach der Leiche gesucht, sagte Graupner. Die Polizei habe die Männer von der Oberfläche aus unterstützt. Vermutlich handelt es sich bei dem Toten um einen seit März vermissten Kanusportler.

Bei dem Vermissten handelt es sich um einen 49 Jahre alten Mann aus dem Erzgebirge. Sein Boot war Ende März verlassen auf dem See gefunden worden. Seitdem hatte es laut Polizei keinen Hinweis auf den Verbleib des Mannes gegeben.

Die Suche sei wegen der Tiefe des Sees nicht einfach. Die Taucher könnten nicht stundenlang in 30 Metern Tiefe den Grund absuchen, sondern hätten nur ein knappes Zeitfenster von 15 bis 20 Minuten.

Der Cospudener See ist ein gefluteter früherer Braunkohletagebau. Er ist bei Seglern, Surfern, Kanufahrern und Tauchern beliebt.