Schon der vierte Fall in diesem Jahr

Leipziger von verstecktem Sprengsatz verletzt - Polizei warnt Anwohner

In Leipzig wurde ein Mann durch einen versteckten Sprengsatz vertletzt. Es war nicht der erste Fall dieser Art.
In Leipzig wurde ein Mann durch einen versteckten Sprengsatz vertletzt. Es war nicht der erste Fall dieser Art. (Foto: picture alliance/dpa)

Leipzig/MZ - In Leipzig ist am Sonntagvormittag ein 36 Jahre alter Mann von einem versteckten Sprengsatz verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war die Sprengvorrichtung offenbar in einer Pappverpackung versteckt. Als der Spaziergänger auf der Jahnallee danach griff, detonierte die Ladung und verletzte den Mann an Hand und Bauch.

Wie die Beamten weiter mitteilten, ist es bereits der vierte Fall dieser Art binnen weniger Monate, vor allem im Stadtteil Zentrum-West. Im Juni hatten Unbekannte an der Friedrich-Ebert-Straße versucht, einen Kleidercontainer zu sprengen, einen Sprengsatz konnten die Beamten damals sicherstellen.

Weiter explodierte am 16. August am Stadthafen ein Sprengsatz, der in einem Päckchen versteckt war. Ein Fußgänger hatte damals mitten in der Nacht dagegen getreten und verletzte sich bei der Explosion an beinen und Gesicht.

Weiter nennen die Beamten einen Fall von Ende Mai, als es in einem Supermarkt im Zentrum-West zu einer Explosion in einem Pfandautomaten gekommen war. Die Ermittler gehen davon aus, dass damals der Inhalt einer ins Walzwerk gelangten Plasteflasche die Verpuffung im Automaten verursacht hat.

Die Polizei sucht nun nach Hinweisen auf den oder die Täter und warnt zudem, vorsichtig zu sein. Bei kleinen Paketen, die auf öffentlichen Wegen und Plätzen deponiert wurden, und verdächtig wirken können, kann schon ein Tritt oder ein Aufheben eine Verpuffung auslösen. Wer ein verdächtiges Paket findet, sollte vorsichthalber die Beamten alarmieren.