Eil

Getötet durch russischen Angriff auf die Ukraine

Leipzig will Straße nach KZ-Überlebendem Boris Romantschenko benennen

Die Stadt Leipzig will eine Straße nach dem KZ-Überlebenden Boris Romantschenko benennen. Der 96-Jährige war im März 2022 durch einen russischen Bombenangriff im ukrainischen Charkiw getötet worden.

Aktualisiert: 04.08.2022, 16:02
In Leipzig will die Stadtverwaltung eine Straße am russischen Generalkonsulat in "Boris-Romantschenko-Straße" umbenennen - in Erinnerung an den Holocaust-Überlebenden Boris Romantschenko.
In Leipzig will die Stadtverwaltung eine Straße am russischen Generalkonsulat in "Boris-Romantschenko-Straße" umbenennen - in Erinnerung an den Holocaust-Überlebenden Boris Romantschenko. Foto: dpa/Jan Woitas/Symbol

Leipzig/dpa - In Leipzig will die Stadtverwaltung eine Straße am russischen Generalkonsulat in "Boris-Romantschenko-Straße" umbenennen - in Erinnerung an den Holocaust-Überlebenden Boris Romantschenko. Die Stadtverwaltung habe einem entsprechenden Antrag der Linken-Fraktion zugestimmt, teilte ein Stadtsprecher am Donnerstag mit.

Die endgültige Entscheidung für eine Umbenenunng der derzeitigen "Turmgutstraße" liege aber beim Stadtrat, der sich voraussichtlich im September mit dem Thema beschäftige.

Romantschenko war im Alter von 96 Jahren im März bei einem russischen Bombenangriff in der ukrainischen Stadt Charkiw getötet worden. Er hatte vier Konzentrationslager überlebt. "Mit der Umbenennung der Straße soll zum einen Boris Romantschenko gewürdigt werden und zum anderen ein Zeichen gegen den russischen Angriffskrieg gesetzt werden", begründete die Verwaltung ihren Standpunkt. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.