Warntag am 10. September

Warntag am 10. September: Um 11 Uhr tönt und piept es überall

Jessen - Zum bundesweit ersten Warntag seit der Wende werden alle Alarmierungswege getestet.

29.07.2020, 11:52

Bei sämtlichen Rettungsdiensten und allen anderen damit zusammenhängenden Einrichtungen und Institutionen werden am 10. September, das ist ein Donnerstag, um 11 Uhr die Alarmierungsgeräte anschlagen. Egal, ob Feuerwehrpieper oder Sirene auf dem Dach, Telefon oder was immer Menschen zum Einsatz ruft, wird eingebunden. Selbst Rundfunksender und App-Server bleiben nicht außen vor. Bundesweit wird das an diesem 10. September so sein. Das Innenministerium hat den „#Warntag2020“ ausgerufen.

Zum ersten Mal

Einen solchen Tag gibt es zum ersten Mal seit der deutschen Einheit, heißt es dazu in einer Presseerklärung des Landesministeriums für Inneres und Sport. Denn auch Sachsen-Anhalt werde sich daran beteiligen. Flächendeckend sollen sämtliche Warnmittel in den Landkreisen und Kommunen damit getestet werden.

In der Mitteilung heißt es wörtlich: „Es wird eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren (zum Beispiel Rundfunksender, App-Server) geschickt, die am Modularen Warnsystem (MoWaS) des Bundes angeschlossen sind. Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung dann über ihre Systeme und Programme an Endgeräte wie Radios und Warn-Apps wie Nina.“

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) wird in der Erklärung mit den Worten zitiert: „Mit dem bundesweiten Warntag und den Probewarnungen wollen wir die Bevölkerung sensibilisieren. Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, wie Behörden bei Gefahren warnen und was zu tun ist.“ Zu-

letzt hatten die Behörden in Sachsen-Anhalt zum Beispiel die neuesten Corona-Eindämmungsverordnungen auch über die Warn-App Nina bekannt gegeben und der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Künftig jährlich

Der bundesweite Warntag soll nach der Premiere in diesem Jahr künftig jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September durchgeführt werden. Auf der Website www.bundesweiter-warntag.de sind weitergehende Informationen abrufbar. Auf der Seite wird auch erklärt, in welchen Fällen und auf welchen Wegen die Bevölkerung in Deutschland gewarnt wird.

Eine Länderkarte ermöglicht mit einem Klick den Überblick über Regelungen zur Warnung in den einzelnen Bundesländern. Das integrierte Service-Portal auf der Website mit Informationsmaterial soll Kommunen dabei unterstützen, vor Ort über den Warntag und allgemein über das Thema zu informieren.

Der Warntag beruht auf einem Beschluss der Innenministerkonferenz im vergangenen Jahr. Er solle beitragen, so das Ziel, „die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen“, wird in der Presseinformation erklärt. (mz)