Umweltaktion in Jüdenberg

Umweltaktion in Jüdenberg: Spazieren und das Ufer säubern

Jüdenberg - Die Jüdenberger Bürger laden Politiker ein, Müll am Gremminer See zu sammeln. Dabei steckt aber wesentlich mehr hinter der Aktion.

Von Julius Jasper Topp

Der Verein „Natur auf der Kippe“ aus Jüdenberg will ab Mitte September mit Stadträten und Berufspolitikern das Ufer des Gremminer Sees von Müll befreien. Bei den sogenannten „Müllspaziergängen“ sollen auch die Kritikpunkte angesprochen werden, die der aus einer Bürgerinitiative hervorgegangene Verein gegen die geplante Deponie bei Ferropolis ins Feld führt.

Dort plant die Firma Papenburg auf dem Gelände einer Ton- und Sandgrube eine Mülldeponie der Klasse II. Die Jüdenberger kritisieren unter anderem, dass das Grundwasser in der Region kontaminiert werden könnte, Umwelt- und Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden können und die Lebensqualität in der Region leide.

Darüber will der Verein mit Vertretern von CDU, Grünen, AfD und Linken sprechen. Den Anfang macht die Grünen-Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke aus Dessau am 13. September. Auch interessierte Bürger sind zu den „Müllspaziergängen“ eingeladen. Handschuhe und Müllsäcke werden gestellt.

Anlass für diese Aktion sei die bundesweite Kampagne „Engagement macht stark“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, heißt es vom Verein. Die Liste mit den teilnehmenden Politikern und den entsprechenden Terminen findet sich unter www.aufderkippe.org. (mz)