MTV Wittenberg unterliegt Spremberg 0:3

MTV Wittenberg unterliegt Spremberg 0:3: Gute Laune trotz Niederlage

Wittenberg - Auf der Weihnachtsfeier des Regionalligisten ist es lustig zugegangen, sagt Cheftrainer Ulf Jonas.

Von Thomas Tominski 13.12.2016, 05:00

„Auf unserer Weihnachtsfeier ist es sehr lustig zugegangen“, sagt Cheftrainer Ulf Jonas und fügt an, dass die Hinrunde trotz der sieben Niederlagen kein Desaster für den MTV Wittenberg gewesen ist. „Wir sind nur gegen Spitzenreiter SSV Gardelegen völlig chancenlos gewesen“, blickt er zurück.

Gegen den KSC „Asahi“ Spremberg (0:3) habe die Mannschaft am Sonnabend kämpferisch eine gute Leistung gezeigt, doch nach einer strittigen Schiedsrichter-Entscheidung beim Stand von 23:23 im ersten Satz ist die spielerische Linie beim Volleyball-Regionalligisten aus der Lutherstadt ein wenig verloren gegangen.

MTV leidet unter verletzten Spielern

Nach Ansicht des Trainers war der Ball nach einem Angriffsschlag von Marcus Kralisch vom Spremberger Block ins Seiten-Aus gegangen, die Unparteiischen haben jedoch keine Blockberührung gesehen. „Da hat unsere Moral einen Knacks bekommen“, so der 48-Jährige, der bereits beim Abschlusstraining am Freitagabend aufgrund der Krankmeldung von Christian Brückmann den ersten Rückschlag verkraften musste. „Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Ralf Roßberg hat mir bereits im Verlauf des ersten Satzes der eingespielte Mittelblock nicht mehr zur Verfügung gestanden“, verweist der Coach auf ein weiteres Defizit.

Spremberg nutzt psychologischen Vorteil gegen MTV

Tobias Seiffert und Enrico Hahn haben zwar eine solide Partie abgeliefert, doch das Duo Brückmann/Roßberg konnten sie nicht adäquat ersetzen. Das Fehlen der beiden Leistungsträger hat sich auch in den Bereichen Angriff und Annahme bemerkbar gemacht. Trotzdem gelingt Wittenberg in der Stadthalle ein super Start (4:0, 7:3). Der Tabellenzweite aus Spremberg spielt ab dem 10:10 auf Augenhöhe mit und nutzt nach dem erwähnten Schiedsrichter-Pfiff den psychologischen Vorteil (25:23).

Spremberger Schmetterschläge waren sehr platziert

Nach dem Wechsel ist der MTV weiter bemüht, dass letzte Pflichtspiel des Jahres zu gewinnen (9:9, 11:10). Ab dem 17:16 hat der KSC die Nase vorn und lässt danach nichts mehr anbrennen (25:19). „Bei uns dagegen hat nichts mehr gepasst“, so der MTV-Coach, der von Fehlern bei der Aufgabe und im Angriff spricht. „Der Ball war des Öfteren weit im Aus“, schiebt er erklärend nach. Zudem habe der Wittenberger Block den Spremberger Jan Koall nie in den Griff bekommen. „Seine Schmetterschläge sind sehr platziert gewesen.“

USV Potsdam als nächster Gegner nach der Winterpause

In der Pause schwört der Cheftrainer sein Team noch einmal ein, die drohende Heimpleite zu verhindern und bringt Daniel Graupner für Sven Belitz im Diagonalangriff. Das Konzept geht zunächst auf. Wittenberg hält nach anfänglicher 4:3-Führung bis zum 10:10 mit und muss dann die Überlegenheit des Mitfavoriten auf den Titel anerkennen (19:25). „Der KSC hat sich dann mit Marcus Kralisch unseren schwächsten Annahmespieler ausgeguckt“, so Jonas, der Minuten später den Jubel des Gegners hört.

Aufsteiger SSV Gardelegen führt die Tabelle mit 24 Punkten vor dem KSC „Asahi“ Spremberg und dem VC Potsdam-Waldstadt (jeweils 20) an. Der MTV Wittenberg steht nach sieben Hinrundenniederlagen auf Rang neun (12).

Jakob Violet (Potsdam-Waldstadt) hat mit elf Nominierungen in der Rubrik „Wertvollster Spieler“ (pro Match) die Nase vorn. Patrick Reimann, Mario Mollenhauer, Raik Zischkale und Steffen Fleischer (alle MTV Wittenberg) haben es bisher auf je zwei Auszeichnungen nach dem Abpfiff gebracht.

Am 7. Januar beginnt die Rückrunde. Dann muss der MTV beim USV Potsdam Farbe bekennen. Eine Woche später gastiert die SG Rotation Prenzlauer Berg in der Stadthalle. Der Anpfiff erfolgt um 18 Uhr. Das Hinspiel haben die Berliner 3:2 gewonnen.

Der Coach ist froh, dass jetzt Winterpause auf dem Programm steht. Am 7. Januar geht es zwar mit der Auswärtspartie beim USV Potsdam weiter, doch bis dahin hat jeder Spieler Zeit, seine Verletzungen auszukurieren. „Mit dem Training hören wir nicht auf. Dafür ist die Pause zu kurz“, betont der Übungsleiter des MTV.

(mz)